Er fährt für ein gutes Klima

Michael Bilharz radelt 6000 Kilometer durch ganz Deutschland und macht in Witzenhausen Halt

Mit seinem Lastenrad besuchte Michael Bilharz bereits mehr als 100 Städte: Der 49-Jährige aus Dessau will mit der Klimawette eine Million Tonnen CO2 einsparen.
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Mit seinem Lastenrad besuchte Michael Bilharz bereits mehr als 100 Städte: Der 49-Jährige aus Dessau will mit der Klimawette eine Million Tonnen CO2 einsparen.

Michael Bilharz aus Dessau radelt, um auf die Vorteile der CO2-Einsparungen aufmerksam zu machen. Am Donnerstag macht er in Witzenhausen Station.

Witzenhausen – Eine Million Tonnen CO2 will Dr. Michael Bilharz vom Verein 3 fürs Klima einsparen. Der Initiator der Klimawette, einer bundesweiten Aktion für den Umweltschutz, kann das aber natürlich nicht alleine. Darum fährt er mit seinem Lastenrad quer durchs Land, um Mitstreiter für sein Vorhaben zu finden. Gestern machte der 49-Jährige auf seiner 6000 Kilometer langen Tour in Witzenhausen Station.

Am Morgen war er in Kassel gestartet, nach der Begrüßung durch Bürgermeister Daniel Herz auf dem Marktplatz und Gesprächen über die Themen Klimawandel, Umweltschutz und spielerischen Beispielen, wie leicht es eigentlich ist, CO2 zu sparen, ging es am frühen Nachmittag weiter nach Göttingen.

Trotz gleich zwei platter Reifen auf dem Weg nach Witzenhausen, erreichte er pünktlich die Kirschenstadt. Sein Tacho zeigte am 71. Tag seiner Reise 4900 Kilometer an. Die hat Michael Bilharz seit dem 23. Juli zurückgelegt. Für das Klima.

Am 3. Oktober will er wieder in seiner Heimatstadt Dessau in Sachsen-Anhalt ankommen. Bis dahin, so hofft er, hat er genug Menschen davon überzeugt, dass CO2 einsparen nicht schwer ist und sogar Spaß machen kann. Wie das geht, zeigt er auf seiner Homepage: Mit einem CO2-Avatar kann jeder bei der Klimawette mitmachen und beim Sparen helfen. Nahezu alle Möglichkeiten sind alltagstauglich: Ökostrom nutzen, einen Sparduschkopf verwenden oder kürzer duschen, mehr Wege zu Fuß oder mit dem Fahrrad erledigen, sich vegetarisch oder vegan ernähren und mit der Bahn in Urlaub fahren.

„Die Klimawette zeigt, das jeder einen wichtigen Beitrag für den Klimaschutz leisten kann“, sagt Michael Bilharz. Zwar sei jeder für sich genommen nur ein kleiner Tropfen, aber alle zusammen könnten etwas bewegen. „Klimaschutz ist Teamarbeit“, so der Umweltaktivist weiter.

Auch Witzenhausen will sich an der Klimawette beteiligen. Auf die Einwohnerzahl der Stadt heruntergerechnet beträgt Witzenhausens Anteil 225 Tonnen CO2, die bis zur nächsten Weltklimakonferenz im schottischen Glasgow Anfang November eingespart werden sollen. Daniel Herz und Valentina Binder vom Projekt „Witzenhausen 2030“ sind sich sicher, dass die Stadt das Ziel erreichen wird. Wenn nicht, so der Wetteinsatz von Herz, will er mit seinem Rennrad einmal um den Hohen Meißner fahren. Unter allen Teilnehmern sollen drei Klimapakete verlost werden, ergänzt Valentina Binder. (hbk)

dieklimawette.de

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