Er will Transparenz schaffen

Steven Renner ist neuer Vorsitzender des DRK-Kreisverbandes

Der Neue: Steven Renner ist Vorsitzender des DRK-Kreisverbands Witzenhausen.
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Der Neue: Steven Renner ist Vorsitzender des DRK-Kreisverbands Witzenhausen.

Steven Renner ist neuer Vorsitzender des DRK-Kreisverbandes Witzenhausen. Mit großer Mehrheit wurde der 50-jährige Fürstenhäger bei einer Online-Mitgliederversammlung bereits im März von den Delegierten gewählt.

Der Kreisverband war aber erst jetzt zu einem Pressegespräch bereit.

Die Hintergründe

Renner ist Nachfolger des Neu-Eichenbergers Wolfgang Fischer, der das Amt etwas mehr als ein Jahr innehatte. Fischer hatte den Vorsitz Anfang 2020 übernommen, nachdem die Kreisversammlung dem geschäftsführenden Vorstand um den damaligen Kreisvorsitzenden Jürgen Vogelei sowie dem Kreisgeschäftsführer wegen des Konflikts um die Rettungsdienstschule in Hessisch Lichtenau das Vertrauen entzogen hatte und diese zurückgetreten waren (HNA berichtete).

„Wolfgang Fischer hatte schon damals angekündigt, nur für die Übergangsperiode bis zur nächsten Mitgliederversammlung als Vorsitzender zur Verfügung zu stehen“, sagt Renner, der seit 21 Jahren ehrenamtlich im Kreisverband Witzenhausen tätig ist. Vor einem Jahr übernahm er das Amt des stellvertretenden Vorsitzenden.

Die Wahl

Ursprünglich hätte die Mitgliederversammlung bereits im November stattfinden sollen und wurde laut dem kommissarischen Kreisgeschäftsführer Karl-Georg Dittmar wegen Corona verschoben. Schließlich entschied man sich für die Online-Variante.

Der neue Vorsitzende

„Ich habe für den Vorsitz kandidiert, weil sich sonst niemand für den Posten gefunden hat“, sagt Renner. Eigentlich wäre seiner Meinung nach das langjährige Gesamtvorstandsmitglied und sein jetziger Stellvertreter Wolfgang Frühauf der richtige Mann für den Posten gewesen. „Aber das stand aus beruflichen Gründen nicht zur Debatte und so habe ich mich bereit erklärt, mich zur Wahl zu stellen“, so der 50-Jährige, der nun aber viel Freude an seinem Amt hat. „Ich mache es sehr gerne, weil ich Fortschritte mache und erste Erfolge sehe.“

Bevor Steven Renner im Jahr 2000 in den DRK-Kreisverband Witzenhausen eintrat, war er in seinem Heimatort Fürstenhagen beim Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) aktiv. „Dort habe ich meinen Zivildienst gemacht und später ehrenamtlich sowohl im Rettungsdienst als auch im Vorstand gearbeitet“, erzählt er. Nach einer Umstrukturierung sei er wie viele andere ASB-Mitglieder zum DRK gewechselt, wo er in den Vorstand des Ortsvereins Hessisch Lichtenau gewählt wurde und von 2002 bis 2012 hauptamtlich als Ausbilder an der dortigen Rettungsdienstschule gearbeitet habe.

Danach übernahm er die Geschäftsführung des DRK-Kreisverbandes Rotenburg, was 2015 nach Unstimmigkeiten mit dem Übergangsvorstand über einen dringend notwendigen Sanierungsplan mit seiner vorzeitigen Entlassung endete. „Vor Gericht wurde diese Entlassung dann zwar für nichtig erklärt, aber das Band war da schon zerschnitten.“ Eine Rückkehr an seinen alten Arbeitsplatz kam für ihn nicht infrage. In den Übergangsvorstand des Witzenhäuser Kreisverbandes habe er sich im vergangenen Jahr wählen lassen, „weil alles dort zu diesem nicht gut lief und ich helfen wollte, dass es überhaupt weitergeht“. Dass das jetzt sogar mit dem Amt des Vorsitzenden enden würde, hätte er da noch nicht gedacht.

„Mein Hauptziel ist vor allem Transparenz gegenüber unseren rund 400 Mitarbeitern und den 300 ehrenamtlich Tätigen“, so Renner. Zudem will er die Zusammenarbeit mit dem Betriebsrat verbessern. Es gebe weitere Baustellen, aber die Arbeit trage Früchte, „nicht zuletzt wegen der großartigen Zusammenarbeit mit dem Kreisgeschäftsführer, den Mitarbeitern und dem Vorstand.“ (Per Schröter)

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