Neue Freunde in drei Ländern

Erasmus bringt Rumänen, Belgier und Deutsche zusammen

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Bereiten den Besuch in Straßburg vor: Lehrerin Heike Westphal, von links, zusammen mit den Schülern Timon Jan Franke, Yeliz Taskin, Nicole Härtel, Julius Spiegel und Maria Wettlaufer sowie ihrer Kollegin Tina Christ. 

„Was bedeutet Europa für dich?“ Diese Frage stand für die Teilnehmer am Erasmus-Programm der Beruflichen Schulen (BS) Witzenhausen am Anfang einer spannenden Reise. Im Oktober fand der erste Besuch zweier Delegationen aus Rumänien und Belgien in Witzenhausen statt.

Während ihrer Projektwoche bereiteten sich die Schüler jetzt auf eine gemeinsame Exkursion nach Straßburg vor.

Erasmus ist ein Förderprogramm der Europäischen Union. Lehrerin Heike Westphal hatte den Kontakt hergestellt, Fördermittel beantragt und das Projekt mit den europäischen Partnerschulen an die BS gebracht. Im Dezember besuchte die erste Gruppe aus Witzenhausen zusammen mit belgischen Schülern und Lehrern ihre neuen Partner in Rumänien. Die Schüler konnten sich im Vorfeld für die Teilnahme bewerben. Sie sollten in einem kurzen Text erklären, warum sie dabei sein möchten.

Sieben Schüler wurden ausgewählt, um zusammen mit drei Lehrerinnen für eine Woche die Vorweihnachtszeit in Rumänien zu erleben. Bei dem Projekt geht es unter anderem darum, herauszufinden, wie Feste in anderen Kulturen begangen werden. Die Schüler wohnten in Rumänien bei Gastfamilien und besuchten dort die Schule.

„Wir haben die Rumänen als sehr offene und freundliche Menschen kennengelernt“, erzählt die Schülerin Yeliz Taskin. Die Gastgeber hatten für ihre deutschen Freunde internationale Spezialitäten zubereitet, brachten ihnen ihre traditionellen Volkstänze bei und ließen sie Teil ihrer Kultur werden. Noch im Februar steht für eine weitere Schülergruppe ein Besuch in Straßburg an. Dort werden sie wieder auf die rumänischen und belgischen Schüler treffen.

Der Gegenbesuch beider Schülergruppen ist für Oktober geplant. Dann werden die Witzenhäuser den Belgiern und Rumänen „ihre“ Stadt zeigen. Dabei sind Schüler aus allen Schulformen. „Wichtig ist diese Begegnung aber nicht nur für Schüler, sondern auch für uns Lehrer“, erklärt Heike Westphal. Es sei sehr interessant zu sehen, wie in den Nachbarländern gearbeitet wird und welche Lernmethoden dort Erfolg haben.

Während der Projektwoche haben sich jetzt sowohl die Schüler, die bereits im Ausland waren, als auch ihre Schulkameraden, deren Reise noch aussteht, getroffen. Innerhalb von vier Tagen, von denen sie zwei mit Übernachtung auf dem Hohen Meißner verbracht haben, entstanden sowohl ein Programm für die Reise nach Straßburg, als auch erste Pläne für den Besuch der beiden Partnergruppen in Witzenhausen. Die Schüler erstellten Infomaterial und Plakate und überlegten sich, wie sie ihre Gäste unter anderem mit Kirschsteinwettspucken und einer Bootsfahrt unterhalten können. 

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