Nach Abschiebung

Protest gegen Abschiebung: Erneut Mahnwache in Witzenhausen

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Was erwartet den Abgeschobenen? Diese Frage stellten die Demonstranten während der Mahnwache. 

Erneut gab es am Mittwochnachmittag eine Mahnwache auf dem Marktplatz in Witzenhausen, während der rund 40 Menschen gegen Abschiebungen protestierten.

Auslöser war eine Abschiebung in der Nacht zu Dienstag. Laut Michael Conrad, Pressesprecher des Regierungspräsidiums Kassel, handelte es sich dabei um einen 38 Jahre alten Mann. Da er über Italien in die Europäische Union eingereist war, sei er – dem Dublinabkommen entsprechend – zurück nach Italien gebracht worden. Während der Abschiebung kam es laut Conrad zu keinen besonderen Vorkommnissen, der Mann ist mittlerweile in der italienischen Hauptstadt Rom angekommen.

Aufgrund seiner schlechten psychischen Gesundheit hätte der Mann nicht abgeschoben werden dürfen, meint Anna Müller von den Aktivisten. Bereits im Juli hatten sie gegen eine Verlegung des Mannes nach Eschwege protestiert. 

„Stille Nacht, heilige Nacht – in Witzenhausen gilt das nur für Menschen mit deutschem Pass“, kritisierten sie in Redebeiträgen die bereits zweite Abschiebung innerhalb von 14 Tagen nach Italien. Dort seien für Flüchtlinge die Lebensumstände menschenunwürdig, das Existenzminimum nicht gesichert. Die Mahnwache dauerte rund eine Stunde. 

Bereits im April 2018 hat es eine Demonstration gegen die versuchte Abschiebung eines Syrers gegeben. Es kam zu Ausschreitungen, der Abschiebeversuch hatte sich im Nachhinein als rechtswidrig herausgestellt. 

Archiv-Video vom 23. April 2018:

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