Busfirma und Jüdischer Friedhof betroffen

Erneut Graffiti-Schmierereien in Witzenhausen

Politische und corona-kritische Schmierereien fanden sich am Donnerstag an einer Garagenwand.
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Politische und corona-kritische Schmierereien fanden sich am Donnerstag an einer Garagenwand.

Erneut gibt es Graffiti-Schmierereien in Witzenhausen.

Witzenhausen – Erneut sind in an mehreren Stellen in Witzenhausen sexistische Schmiereien aufgetaucht. Besonders betroffen machen viele Menschen dabei die Graffiti am Eingang zum jüdischen Friedhof an der Gelster, die dort ausgerechnet in der Woche auftauchten, wo den jüdischen Opfern der Reichspogromnacht im Jahr 1938 gedacht wurde.

Wie Bürgermeister Daniel Herz auf Anfrage bestätigt, müssen die Schmiereien dort am Wochenende angebracht worden seien. Da der jüdische Friedhof etwas abgelegen ist, war das nicht gleich aufgefallen, Einwohner hätten die Stadtverwaltung am Dienstag darauf aufmerksam gemacht. Herz geht davon aus, dass es sich bei dem Täter um die gleiche Person handelt, die im gleichen Zeitraum auch Wahlplakate der Landratskandidatin Nicole Rathgeber sowie eine Infotafel der Tourist-Information am Diebesturm beschmiert hat. Farbe und Handschrift seien identisch, sagt Herz. Die Stadt habe Anzeige bei der Polizei erstattet. Der Bauhof der Stadt werde die Schmiereien vor allem am jüdischen Friedhof schnellstmöglich entfernen, so Herz.

Am Donnerstag teilte die Polizei zudem mit, dass Unbekannte in der Nacht die Garagenwand eines Witzenhäuser Reiseunternehmens auf einer Fläche von etwa 70 Metern im Bereich der Mühlengelster mit politischen und Corona kritischen Schriftzügen beschmiert hatten. (fst)

Hinweise: Tel. 0 55 42/9 30 40

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