Wegen Coronaschutzmaßnahmen: In Kindergärten und Krippen wird auf besseres Wetter gehofft

Erzieher im Werra-Meißner-Kreis tragen Masken mit Mundfenster

Mit einem Gesichtsvisier mit Plexiglas-Einsatz wie diesem können die Kinder die Mimik ihrer Erzieher besser erkennen.
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So wird der Mund gesehen: Mit einem Gesichtsvisier mit Plexiglas-Einsatz wie diesem können die Kinder die Mimik ihrer Erzieher besser erkennen.

Seit Anfang der Woche gilt in allen Kindergärten und -krippen sowie ähnlichen Einrichtungen in Hessen Maskenpflicht unter verschärften Bedingungen für das gesamte pädagogische Personal. Sie geht auf die jüngste Anordnung des Landes zur Beschränkung von sozialen Kontakten und des Betriebs von Einrichtungen zurück.

Werra-Meißner – Dauermaskiert sind die pädagogischen Fachkräfte aber nicht. Sie dürften schon noch entscheiden, wann die Maske abgesetzt werden kann, erläutert auf Anfrage Monika Winkelbach, die Gesamtleiterin der städtischen Kindertagesstätten in Witzenhausen mit 72 Mitarbeitern, 14 Kita-Gruppen und rund 260 Kindern. Getragen werde die Maske „auf jeden Fall“ außerhalb der Gruppenräume und in den Außenbereichen dort, wo der Mindestabstand nicht gewährleistet ist.

Dauerhaft Maske tragen sei nicht nur anstrengend und erschöpfe die Erzieherinnen schneller, schildert Winkelbach. Gerade für die Kleinsten in den Krippengruppen sei wichtig, den Kindern Kontakt zu vermitteln. „Die brauchen die Mimik unter anderem auch, um Gefühle zu erkennen.“ Aber auch für ausländische Kinder sei es wichtig, dass diese bei der Ansprache auch die Mundbewegungen sehen können. Deshalb werden gern Gesichtsvisiere mit Plexiglas-Einsatz im Mundbereich verwendet. Winkelbach hat gerade weitere Visiere angeschafft.

So hat das auch der Arbeiterwohlfahrt-Kreisverband Werra-Meißner geregelt, wie Geschäftsführer Martin Weisbecker auf Anfrage sagt. Die Awo ist Trägerin von elf Kitas, in denen rund 800 Kinder betreut werden.

Sämtliche Kitas im Landkreis laufen derzeit im Normalbetrieb. Zwar sind die Eltern aufgefordert, ihre Kinder nach Möglichkeit zu Hause zu betreuen. Doch die meisten Kleinen sind die Woche über in den Einrichtungen. „Fast alle Kinder kommen“, sagt Monika Winkelbach. Einen Auslastungswert von rund 90 Prozent bestätigt auch die Awo für ihre Einrichtungen.

Bei den Einrichtungen der Awo werde bereits seit Langem konsequente Trennung der Gruppen praktiziert. „Mit der Maskenpflicht ist jetzt das Höchstmaß dessen erreicht, was für unsere Einrichtungen noch darstellbar ist“, sagt Weisbecker. Ähnlich sieht es Winkelbach: „Es wird langsam Zeit, dass eine positive Änderung eintrifft.“ Ihre Hoffnung ist, dass das Wetter demnächst mehr Aufenthalt draußen möglich macht. Gerade in den Waldkitas will man den Bauwagen häufiger verlassen können.

Eine Verbesserung sieht Monika Winkelbach immerhin schon durch die Möglichkeiten für die Kita-Mitarbeiter, sich zu testen – und dies auch schon zu Hause. Für die zwei Selbsttests pro Woche habe das Land schon vor Ende der Osterferien passend alles wie bestellt und zudem richtig verpackt geliefert. „Das bringt“, findet die Witzenhäuser Kita-Gesamtleiterin, „ein Stück mehr Sicherheit“. (sff/salz)

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