„BSA im Dialog“: Über Leuchttürme in Bildung, Kultur und Gesundheit

In Bad Sooden-Allendorf gibt es „viel Potenzial“

Sie priesen Bildung, Kultur und Gesundheit in Bad Sooden-Allendorf: (vordere Reihe von links) Carina Faßhauer, Martina Adler, Doreen Cortis, Musiker Thomas Messerschmidt, (mittlere Reihe von links) Anette Kiss, Moderator Rüdiger Ullrich, Prof. Dr. Franca D’Arrigo, Erika Heinitz, Judith Strecker, (hintere Reihe von links), Uwe Linnenkohl (VR-Bank), Andrea und Torsten Stöber, Steffen-Peter Horn (VR-Bank) und Opernsänger Gerald Thompson.
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Sie priesen Bildung, Kultur und Gesundheit in Bad Sooden-Allendorf: (vordere Reihe von links) Carina Faßhauer, Martina Adler, Doreen Cortis, Musiker Thomas Messerschmidt, (mittlere Reihe von links) Anette Kiss, Moderator Rüdiger Ullrich, Prof. Dr. Franca D’Arrigo, Erika Heinitz, Judith Strecker, (hintere Reihe von links), Uwe Linnenkohl (VR-Bank), Andrea und Torsten Stöber, Steffen-Peter Horn (VR-Bank) und Opernsänger Gerald Thompson.

„Es lohnt sich, hier zu leben, und es geht uns gut.“ Dieses Fazit zog Moderator Rüdiger Ullrich nach drei Fragerunden mit sieben Akteurinnen aus den Bereichen Bildung, Kultur und Musik sowie Gesundheit. Und Andrea Stöber als Mitveranstalterin schloss den Abend, dem noch ungezwungene Gespräche in kleinen Runden folgten, mit dem zuvor schon ähnlich formulierten Ratschlag: „Es gibt so viel Potenzial hier, nehmen und nutzen Sie es!“

Bad Sooden-Allendorf – Gemeinsam hatten VR-Bank Mitte und das Unternehmen Autohaus Stöber zu „BSA im Dialog“ eingeladen, um anhand von Beispielen die Vorzüge der Badestadt und auch der Region vorzustellen, um nicht nur über diese zu reden, sondern auch vielleicht noch Unbekanntes bekannt zu machen.

Bildung

Zum Thema Bildung wurde der Bogen gespannt von der Kita bis zur Hochschule vor Ort. Doreen Cortis als Leiterin des evangelischen Kindergartens St. Crucis berichtete, dass die Kleinen so früh wie möglich mit dem Schutz von Umwelt und Klima vertraut gemacht werden, damit dies für sie selbstverständlich wird. Prof. Dr. Franca D’Arrigo, Studiendekanin Soziale Arbeit und Sozialmanagement an der Diploma in Bad Sooden-Allendorf, hob die überschaubare Größe, das ländliche Umfeld und die gute Anbindung an Kassel und Göttingen als Vorteile für die Studierenden an der privaten Hochschule hervor.

Kultur und Musik

Die „kulturellen Leuchttürme“ in der Kurstadt, die Erika Heinitz vom Förderkreis Kirchenmusik und Weltklassik am Klavier auflistete, reichten von den hochkarätigen Stadtmarketing-Veranstaltungen über das Kulturforum und „Musik in der Kirche“ bis zum Kurtheater-Kino und der Stadtbücherei. Dass man in Bad Sooden-Allendorf sogar etwas Frankreichgefühl haben kann, dafür sorge der sehr aktive Freundeskreis für die Partnerschaft mit dem Bretonischen Landivisiau, machte Carina Faßhauer vom Vorstand dieses Vereins deutlich. Auch den Schüleraustausch an der Rhenanus-Schule, der jetzt sogar virtuell organisiert werde, zählt sie dazu. Das für Abstand sorgende Liegestuhl-Konzept des derzeit laufenden Soundgarten-Open-Air in der Stadt sei Corona zu verdanken, erläuterte Martina Adler vom dafür verantwortlichen Unternehmen Hessensound.

Gesundheit

Als älteste Klinik am Reha-Standort und zugleich einzige hier, die auch Kinder aufnimmt, stellte Anette Kiss, Psychologin in der Klinik Werraland, das „Zentrum für Familiengesundheit“ mit dem Schwerpunkt psychische und psychosomatische Erkrankungen vor. Die Klinik ist auch Teil des Netzwerkes „Frühe Hilfen“ im Werra-Meißner-Kreis.

Von 45 mittlerweile ausgebildeten sogenannten Gesundheitslotsen, die für eine niedrigschwellige Gesundheitsberatung ansprechbar sind, berichtete Judith Strecker vom regionalen Gesundheitsnetzwerk „Gesunder Werra-Meißner-Kreis“ (GWMK), das seit 2019 hier aktiv ist.

Statt im Landivisiau-Park in Allendorf fand die Veranstaltung aus Wettergründen kurzfristig in der St.-Crucis-Kirche statt, eine glückliche Fügung. So konnten die 120 Gäste die Stimme von Countertenor Gerald Thompson, am E-Piano von Thomas Messerschmidt (Kassel) begleitet, noch besser genießen. Der in der Welt gefeierte Opernsänger, der Arien von Händel und Lieder von Gershwin vortrug, wohnt seit ein paar Jahren in Bad Sooden-Allendorf und bietet auch Gesangsunterricht an. Noch ein „Leuchtturm“ für die Stadt und die Region, wie fast schon stolz erwähnt wurde.  (sff)

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