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Witzenhausen ehrt Städtepartnerschaftsverein und Pfarrer Christian Schäfer

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Von: Christoph Cortis

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Ehrung der Preisträger: Bürgermeister Daniel Herz (von links), Pfarrer Christian Schäfer, Kirschenkönigin Stina I., Sabine Popp und Reiner Winkler.
Ehrung der Preisträger: Bürgermeister Daniel Herz (von links), Pfarrer Christian Schäfer, Kirschenkönigin Stina I., Sabine Popp und Reiner Winkler. © Chris Cortis

Während des Neujahrsempfangs in Witzenhausen wurden der Städtepartnerschaftsverein und Pfarrer Christian Schäfer ausgezeichnet.

Witzenhausen – Den Einsatz für eine europäische Familie einerseits und bürgerliches Engagement andererseits hat die Stadt Witzenhausen gewürdigt. Während des Neujahrsempfangs am Freitag wurden der örtliche Städtepartnerschaftsverein mit ihrer Vorsitzenden Sabine Popp an der Spitze mit dem Ehrenamtspreis und Christian Schäfer als umtriebiger Pfarrer in den Stadtteilen Hundelshausen und Dohrenbach mit dem Bürgerpreis ausgezeichnet.

Der Verein stehe für europäisches Engagement, lobte Bürgermeister Daniel Herz die langjährige ehrenamtliche Arbeit und überreichte eine entsprechende Urkunde an die Vorsitzende, die mit dem kompletten Vorstand den Beifall der Zuhörer erntete.

Gleichzeitig brachte Herz die Überlegung ins Spiel, ob er sich jetzt ranmachen werde, Spanisch zu lernen. Nach vier Städtepartnerschaften mit Filton (England), St. Vallier (Frankreich), Vignola (Italien) und Kayunga (Uganda) steht Witzenhausen nämlich eine fünfte Partnerschaft ins Haus: Die Stadt Olvera im spanischen Andalusien soll es sein, mit der sich die Kirschenstadt verschwistern möchte.

Der Verein „Städtepartnerschaften der Stadt Witzenhausen“ hatte sich im November 2008 gegründet und sieht seine Aufgabe darin, Freundschaften von Menschen verschiedener Nationalitäten zu entwickeln und durch gegenseitige Besuche und gemeinsame Aktivitäten zu fördern. Der Verein steht jedem offen, der sich für gesellschaftlichen und kulturellen Austausch mit den Partnerstädten interessiert.

Nicht nur, aber gerade auch in Corona-Zeiten habe Pfarrer Christian Schäfer bürgerliches Engagement an den Tag gelegt, etwa bei der Tafel, die Bedürftige mit Lebensmitteln versorgt, befand anerkennend der Rathauschef. „Den Mann müsste man klonen“, ergänzte der Vorstand der VR-Bank Mitte, Uwe Linnenkohl, der als „Herzenspreis“ 1000 Euro seines Geldinstituts zugab.

Als er vor fünf Jahren seine Pfarrstelle angetreten habe, hätten mit ihrer Aufgeschlossenheit die Menschen in Hundelshausen und Dohrenbach ihm die Arbeit leicht gemacht, erwiderte Schäfer. Straßenfest, Frühschoppen-Gottesdienst oder Kino in der Kirche hätte er allein nie bewerkstelligen können, dankte er seinen Mitstreitern, insbesondere dem Kirchenvorstand.

Wie zuvor auch der Bürgermeister erinnerte der Seelsorger an die viel zu früh verstorbene Gleichstellungsbeauftragte der Stadt, Katja Eggert, mit der er „viel unterwegs“ gewesen sei.

Sein Rat an die Besucher: „Niemals müde werden, uns zuhören und uns was zutrauen.“ „Wer weiß“, fügte er unter lebhaftem Beifall hinzu, „welche Krisen noch auf uns zukommen“. (zcc)

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