Arbeitsamt vermeldet noch 36 Anträge auf Kurzarbeit für 317 Beschäftigte im Februar

Fast 20 Prozent mehr Arbeitslose im Werra-Meißner-Kreis als vor einem Jahr

SYMBOLBILD - 26.02.2015, Niedersachsen, Hannover: ILLUSTRATION - Ein Mann sitzt am 26.02.2015 in der Bundesagentur für Arbeit. Bürgermeister und Ratsmitglieder aus niedersächsischen Städten beraten in Lüneburg aktuelle kommunalpolitische Themen. Auf der zweitägigen Städteversammlung des Niedersächsischen Städtetages wird es etwa um Gewalt gegen Amts- und Mandatsträger gehen.
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SYMBOLBILD - 26.02.2015, Niedersachsen, Hannover: ILLUSTRATION - Ein Mann sitzt am 26.02.2015 in der Bundesagentur für Arbeit. Bürgermeister und Ratsmitglieder aus niedersächsischen Städten beraten in Lüneburg aktuelle kommunalpolitische Themen. Auf der zweitägigen Städteversammlung des Niedersächsischen Städtetages wird es etwa um Gewalt gegen Amts- und Mandatsträger gehen.

Insgesamt 3121 Menschen sind im Werra-Meißner-Kreis Ende Februar arbeitslos gemeldet gewesen. Das sind 24 Personen weniger als im Januar (minus 0,8 Prozent), aber 510 Jobsuchende mehr als im Februar 2020 (plus 19,5 Prozent). Das gab die Agentur für Arbeit in Kassel bekannt. Saisonüblich wäre ein leichter Anstieg der Arbeitslosigkeit.

Werra-Meißner – Die Arbeitslosenquote beträgt aktuell 6,0 Prozent im Landkreis. Im Kreisteil Eschwege liegt sie mit 5,9 Prozent etwas niedriger als im Bereich Witzenhausen mit 6,1 Prozent. Im Januar lag die Quote ebenfalls bei 6,0 und im Februar 2020 bei 5,0 Prozent.

Der Bestand offener Stellen ist mit 572 Angeboten höher als im Vormonat (38 Stellen mehr oder plus 7,1 Prozent) und im Vorjahr (16 Stellen mehr oder plus 2,9 Prozent).

Unbeeindruckt von der aktuellen Lockdown-Diskussion bleibt der nordhessische Arbeitsmarkt ziemlich cool. „Der anhaltende Krisenmodus in der Corona-Pandemie spiegelt sich auch im Februar nicht ungewöhnlich stark in den Arbeitsmarktzahlen wider“, zieht Detlef Hesse, Chef der Agentur für Arbeit in Kassel, eine zufriedene Bilanz.

Zwar würden aktuell coronabedingt weniger Arbeitskräfte eingestellt, aber immerhin erfolgten mit Ausnahme der üblichen saisonalen Gründe auch keine größeren Entlassungen. Hesse: „So setzt sich die relative Stabilität der letzten Monate fort.“

Und während es wie eigentlich üblich insgesamt im dritten Wintermonat etwas mehr Arbeitslose gibt, gingen die Zahlen im Werra-Meißner-Kreis sogar leicht zurück (minus 24). Dennoch bleibe binnen Jahresfrist nach wie vor das deutliche Plus an Jobsuchenden, insbesondere an Langzeitarbeitslosen, als negativer Marker, sagt der Agenturchef.

Er sieht aber auch positive Signale. So habe sich der Bestand an jetzt 572 offenen Stellen binnen Monatsfrist um 7,1 Prozent erhöht.

Außerdem wurden im Februar 36 geprüfte Anzeigen auf Kurzarbeitergeld für 317 Beschäftigte registriert. Damit sei die Nachfrage nach dieser Unterstützung gegenüber Januar stark gesunken, heißt es in der Pressemitteilung.

Im Vormonat hatten noch 74 Firmen im Werra-Meißner-Kreis Anträge auf Kurzarbeitergeld gestellt, wovon 785 Personen betroffen waren. Im Dezember lagen der Statistik zufolge 102 Anzeigen für insgesamt 615 Beschäftigte vor. sff

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