Feiern unter Lichterketten

Alternatives Erntefest im Witzenhäuser Stadtpark kommt gut bei den Besuchern an

Lichterketten und blau-weiße Fähnchen sorgten neben der Illumination für eine stimmungsvolle Atmosphäre im Stadtpark.
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Lichterketten und blau-weiße Fähnchen sorgten neben der Illumination für eine stimmungsvolle Atmosphäre im Stadtpark.

Nach einem Jahr Corona-Pause wird in Witzenhausen wieder Erntefest gefeiert.

Witzenhausen – Ganz anders, aber trotzdem richtig gut! So lautet sowohl aus Sicht der meisten Besucher als auch der Organisatoren nach den ersten drei Tagen das Fazit des 164. Witzenhäuser Erntedank- und Heimatfestes, das wegen der Corona-Pandemie in den Stadtpark verlegt wurde und dort komplett unter freiem Himmel stattfindet.

„Es sieht wunderbar aus, wir sollten das öfter hier im Stadtpark machen“, betonte Bürgermeister Daniel Herz am frühen Freitagabend, bevor er Erntefestausschuss-Vizepräsident Andreas Gerstenberg den symbolischen Rathausschlüssel übergab und damit die Stadtgewalt für drei Tage in die Hände der Feiernden legte. „Wir werden versuchen, dass die Stadt ganz bleibt“, versprach Gerstenberg, während er unter dem Applaus der zahlreichen Gäste mit einem breiten Lächeln im Gesicht den riesigen Schlüssel in die Luft reckte.

Und dann konnte die Party so richtig losgehen. Das Hygienekonzept, das die Organisatoren aufgestellt hatten, sah unter anderem vor, dass 780 Menschen (Geimpfte und Genesene nicht mitgezählt) in den abgegrenzten Bereich gelassen werden konnten. Dieser war liebevoll mit blau-weißen Fähnchen und Lichterketten geschmückt worden, was mit dem kleinen Rummel am Eingang des Stadtparks besonders nach Einbruch der Dunkelheit für eine tolle Atmosphäre sorgte. Von der kleinen Bühne im Partybereich heizten am Freitag die „Erntefest-DJs“ Tim B. und Orthy sowie am Samstag und Sonntag die Werrataler Partyband El Trinkos den gut gelaunten Gästen ein.

„Am Freitag waren wir voll ausgelastet, am Samstag waren wir nah dran“, freute sich Festausschuss-Vorstandsmitglied Bernd Jaeger über die tolle Besucherresonanz. Dank der Luca-App habe man jederzeit die Kontrolle darüber gehabt, wie viele Gäste auf dem Gelände waren. „Die Stimmung ist großartig und die Menschen halten sich auch weitgehend an die Regeln“, berichtete Jaeger. Zwar sehe man besonders am Bierwagen immer mal wieder den einen oder anderen, der es mit der Maskenpflicht nicht so ernst nehme. „Wir machen aber immer wieder Durchsagen und weisen die Betreffenden darauf hin“, so der Festausschuss-Sprecher. Mehr könne man vonseiten der Organisatoren nicht tun.

„Ich bin begeistert von dem tollen Ambiente hier im Stadtpark“, meinte Jens Lieberknecht. Der 29-Jährige, der zusammen mit einigen Kumpels gekommen war, ist seit Jahren Stammgast beim Erntedankfest. „Im Festzelt geht natürlich immer richtig die Post ab, hier ist es dafür viel gemütlicher und man kann sich auch besser unterhalten.“

„Meinetwegen könnte das Erntefest immer hier stattfinden“, sagte Margitta Katczinsky. Weil ihr im Festzelt „zu viel Trubel“ herrsche und die Luft dort „einfach immer zu schlecht ist“, sei die 64-Jährige schon lange nicht mehr dort gewesen. „Als ich hörte, dass das Fest diesmal hier stattfindet, habe ich mich richtig darauf gefreut.“ Und sie habe ihr Kommen „auch definitiv nicht bereut“. (Per Schröter)

Gut gelaunt: Symbolisch übergab Bürgermeister Daniel Herz den Stadtschlüssel an Erntefest-Vizepräsident Andreas Gerstenberg. Mit dabei: Kirschenkönigin Stina I. und Kirschenprinzessin Samira.

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