Förderung vom Land Hessen ermöglicht Planung

Festival „Treppen, Keller, Hinterhöfe“ steigt im September im Freien

„Ab ins Freie!“: Unter diesem Motto plant die Kulturgemeinschaft Witzenhausen um Dr. Cornelia Nicol (von links), Stephan Brübach, Johannes Siebold (Pro Witzenhausen GmbH) und Felizitas Dörr-Backes das Kulturfestival „Treppen, Keller, Hinterhöfe“ für die Tage 9. bis 12. September.
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„Ab ins Freie!“: Unter diesem Motto plant die Kulturgemeinschaft Witzenhausen um Dr. Cornelia Nicol (von links), Stephan Brübach, Johannes Siebold (Pro Witzenhausen GmbH) und Felizitas Dörr-Backes das Kulturfestival „Treppen, Keller, Hinterhöfe“ für die Tage 9. bis 12. September.

Eine lange Liste von Festen im Werra-Meißner-Kreis ist in diesem zweiten Pandemie-Jahr bereits abgesagt worden – doch Kulturfans können sich auf das zweite September-Wochenende freuen.

Witzenhausen – Dann soll das Kultur-Festival „Treppen, Keller, Hinterhöfe“ (TKH) in Witzenhausen stattfinden – und zwar komplett im Freien. Möglich macht das eine Förderung aus dem Corona-Hilfsprogramm „Ins Freie!“ des hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst, sagt Stephan Brübach (Kulturgemeinschaft Witzenhausen). So sei weit mehr als die Hälfte des 40.000-Euro-Budgets bereits gedeckt. Das sei gerade im Corona-Jahr wichtig, sagt Brübach. Denn TKH finanziert sich sonst zu zwei Dritteln aus Eintrittsgeldern und zu einem Drittel über Sponsoren. Jedoch habe der Konzertabend mit Romy Hildebrand im Vorjahr gezeigt, dass in der Pandemie doch weniger Menschen kämen als sonst. Ohne die Fördermittel wäre das Veranstalten des Festivals für die Kulturgemeinschaft ein hohes finanzielles Risiko geworden.

Und: Ein rein digitales Kulturfestival funktioniere auf dem Land nicht, räumt Brübach nach den Erfahrungen mit einem Online-Diskussionsabend im Dezember ein.

Jetzt aber können die Ehrenamtlichen eine Perspektive bieten. „Die Leute sind ja auch gierig, dass mal wieder etwas passiert“, sagt Brübach. Geplant sind drei Bühnen – im Klosterinnenhof, an der Freitreppe im Uni-Park und auf der Freilichtbühne. „Bis auf eine Künstlerin wollen alle, die bereits 2020 auftreten sollten, auch in diesem Jahr kommen“, sagt Johannes Siebold, Geschäftsführer der städtischen Pro Witzenhausen GmbH, die das Festival als Partner unterstützt. So können sich die Besucher erneut auf Kabarettistin Romy Hildebrand freuen, aber auch auf die Musiker von 2InJoy und Mykket Morton sowie weitere Bands. Das Team von „Almerode Live“ soll einzelne Konzerte live auf der Videoplattform YouTube übertragen, damit auch Interessierte in den Genuss kommen, die sich nicht in die Stadt trauen.

Die soll sich auch wieder in eine Kulturmeile verwandeln, sagt Dr. Cornelia Nicol: Das Team plant zwei corona-konforme „Kunstwege“ im Einbahnstraßen-Prinzip, wo die Besucher auf verschlungenen Wegen durch einzelne Quartiere und Hinterhöfe streifen und dort ausgestellte Kunst im Freien entdecken können. Zudem will die Kulturgemeinschaft prüfen, ob empfindliche Öl- oder Acrylgemälde in Schaufenstern gezeigt werden können. Felizitas Dörr-Backes hat bereits mit vielen bildenden Künstlern gesprochen, die freilufttaugliche Kunstwerke zeigen sollen. „Manche hatten im Corona-Jahr vor lauter Lethargie gar nichts geschaffen. Jetzt bekommen sie neuen Schwung“, sagt Dörr-Backes. Im Einklang mit dem Förderprogramm des Landes sollen 2021 vor allem professionelle Künstler aus Hessen ausstellen, die von der Kunst leben und denen durch Corona Einnahmen wegbrachen.

Wie ein kulinarisches Angebot aussehen kann, ist noch offen, sagt Dörr-Backes. Aber: „Es soll ein Festival für alle Sinne werden!“ (Friederike Steensen)

Kontakt: Wer (Schau-)Fenster zur Verfügung stellen oder eigene Werke zeigen will, kann sich über das Kontaktformular auf der Internetseite der Kulturgemeinschaft melden.

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