Schwerer Unfall bei Wendershausen

Feuerwehr Witzenhausen musste am Dienstagabend vier Einsätze parallel abarbeiten

Der Wagen drohte die Böschung herunterzurutschen, die Feuerwehr musste ihn absichern.
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Der Wagen drohte die Böschung herunterzurutschen, die Feuerwehr musste ihn absichern.

Gleich vier Einsätze beschäftigte 53 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Technischem Hilfswerk (THW) Witzenhausen am Dienstagabend, wie Stadtbrandinspektor Björn Wiebers mitteilt.

Zunächst mussten sich die Kameraden der Kernstadt in der Ermschwerder Straße um 17.42 Uhr um einen Rauchmelder kümmern, der durch Essen auf dem Herd aktiviert worden war. Da die Bewohner nicht daheim waren, wurde in Anwesenheit der Polizei die Tür aufgebrochen. Die Feuerwehr stellte dann fest, dass der Herd zwar aus war, die Restwärme aber noch Rauchschwaden entstehen ließ. Außer der Tür entstand kein weiterer Schaden, wie Wiebers berichtet.

Noch während die erste Einsatzgruppe zum Stützpunkt zurückkehrte, wurde die Feuerwehr bereits wieder alarmiert. Um 18.17 Uhr mussten sie für einen Patiententransport den Witzenhäuser Festplatz ausleuchten. Ein covid-positiver Intensivpatient wurde mithilfe eines nachtflugtauglichen Intensivhubschraubers aus der Uniklinik Frankfurt an das Klinikum Werra-Meißner überstellt, teilt das Klinikum mit. Da bereits um 18.21 Uhr ein weiterer Einsatz gemeldet wurde – ein Wagen war zwischen Wendershausen und der B 27 von der Straße abgekommen und drohte in die Werra zu stürzen – war den Einsatzkräften klar, dass auch dort Licht benötigt wurde. Deswegen verständigten sie auch das THW Witzenhausen, die dann gemeinsam mit den Wehren aus Gertenbach und Witzenhausen Licht und Brandschutz am Festplatz sicherstellten. Dafür wurde die Einsatzleitung aufgeteilt, der stellvertretende Wehrführer Jens Engelke übernahm den Festplatz und Wehrführer Claus Demandt leitete den Einsatz bei Wendershausen.

Mithilfe eines nachtflugtauglichen Intensivhubschraubers wurde ein covid-positiver Intensivpatient von der Uniklinik Frankfurt an das Klinikum Werra-Meißner verlegt.

Wie die Polizei berichtete, war dort ein 61-Jähriger aus Bad Sooden-Allendorf mit seinem Wagen auf der Landstraße von Wendershausen in Richtung B 27 unterwegs. Auf gerader Strecke kam er von der Fahrbahn ab, durchbrach die Leitplanke und kam an einer abfallenden Böschung zum Stehen. Die Feuerwehr Witzenhausen musste den Wagen mit Seilwinden absichern, damit dieser nicht die Böschung herunter rutschte. Der 61-jährige Fahrer konnte um 19.30 Uhr aus seinem Wagen befreit werden.

Wie die Polizei berichtet, war der Fahrer nicht ansprechbar und wurde zur Behandlung in die Uni-Klinik nach Göttingen gebracht. Für die Rettungsarbeiten musste die B27 bis 20.45 Uhr voll gesperrt werden. Die Unfallursache ist nach Polizeiangaben noch unklar, eine plötzlich aufgetretene gesundheitliche Beeinträchtigung kann aber nicht ausgeschlossen werden. Der Schaden wird mit 11 000 Euro angegeben.

Als vierten Punkt auf der Liste wurde zudem eine Ölspur am Dorfberg zwischen Unterrieden und Neuseesen gemeldet, um die sich die Kameraden aus Neuseesen und Unterrieden gekümmert haben. Der Einsatz wurde von Stadtbrandinspektor Björn Wiebers geleitet. Da es sich um eine nicht unerhebliche Menge Hydrauliköl auf einer Strecke von circa 1,5 Kilometer gehandelt hat, vermutet Wiebers, dass die Spur in Zusammenhang mit dem Kran eines Holztransporters steht, der im Bereich Bebenroth Holz verladen hatte.

Der Bauhof Witzenhausen stellte eine entsprechende Beschilderung auf. Gegen 22 Uhr waren alle Einsätze abgeschlossen. (Evelyn Ludolph)

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