Tanklöscher für die ugandische Partnerstadt

Witzenhäuser Feuerwehrfahrzeug ist auf dem Weg nach Afrika

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Letzte Handgriffe: Das Team des Baubetriebshofs Eschwege begutachtete und reparierte das Tanklöschfahrzeug, bevor es nach Bremerhaven gebracht und eingeschifft wurde. Unser Bild zeigt Hans-Peter Sippel (links) und Werkstattleiter Gerd Herger. 

Witzenhausen. Irgendwo zwischen Bremerhaven und Mombasa, sicher verstaut an Bord des Schiffes „Morning Compass", reist derzeit ein altes Feuerwehrfahrzeug an seinen neuen Bestimmungsort.

Das Tanklöschfahrzeug war monatelang auf seinen Einsatz vorbereitet worden, künftig wird es in Witzenhausens ugandischer Partnerstadt Kayunga bei der Brandbekämpfung helfen.

Wie Dirk Junker vom Uganda Team berichtet, hat die „Morning Compass“ Bremerhaven am 31. Mai verlassen. Am 19. Juni soll das Schiff in der kenianischen Hafenstadt Mombasa anlegen. Mitarbeiter der Stadtverwaltung von Kayunga holen das Fahrzeug ab und fahren damit über 1100 Kilometer weit gen Westen, nach Kayunga.

Insgesamt 840 Stunden praktischer Arbeit sind in das Fahrzeug gesteckt worden, berichtet Junker. Im Feuerwehrstützpunkt Witzenhausen reparierten und warteten Mitglieder und Freunde des Uganda-Teams sowie der Feuerwehr das 27 Jahre alte Fahrzeug, das lange in Salzgitter und Schleswig im Einsatz war.

Viele Spenden

„Sie konnten es so aufbauen, dass es auch in Deutschland einsetzbar wäre“, sagt Junker stolz. „Der Nutzungsbereich des Fahrzeugs liegt deutlich über dem, was eigentlich beabsichtigt wurde und erfüllt damit weit mehr, als die gestellten und ausgehandelten Anforderungen.“

Möglich wurde das durch die vielen Spenden von Berufs- und Freiwilligen Feuerwehren sowie der Landesfeuerwehrschule. „Auch das technische Hilfswerk und Rettungsorganisationen wie das DRK haben dazu beigetragen“, so Junker dankbar. Der Baubetriebshof Eschwege hat das Fahrzeug begutachtet und teilweise repariert, die Autohäuser Vogelei und Rohde & Ahlers halfen laut Junker, Probleme am Fahrzeug und der tragbaren Pumpe zu beheben. Schüler der Beruflichen Schulen Witzenhausen bauten Halterungen für die Unterbringung des Materials und übernahmen Malerarbeiten.

Damit das Feuerwehrfahrzeug in Kayunga gut untergebracht werden kann, wird gerade eine Halle nahe der Stadtverwaltung gebaut. „Die Kosten für die Feuerwache wurden teilweise durch Spenden der Bevölkerung von Kayunga finanziert“, berichtet Junker. 15 Mitglieder wird die Feuerwehr von Kayunga künftig haben: Das sind eigens eingestellte Polizisten, die laut Junker künftig in einem Drei-Schicht-System arbeiten sollen. „Am 17. Juli fliegt eine fünfköpfige Gruppe Feuerwehrleute nach Kayunga, um die dortigen Feuerwehrleute auszubilden“, so der Projektleiter vom Uganda-Team. Er stehe im engen Dialog mit der Stadtverwaltung Kayunga und der Polizei von Uganda.

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