Nicht mehr Nutzer durch erweiterte Öffnungszeiten

Test der Stadtwerke ergab: Freibad bleibt nicht länger auf

Witzenhausen. Die Öffnungszeiten im Witzenhäuser Freibad werden nicht verlängert. Das hat die Geschäftsführung der Stadtwerke entschieden.

Zuvor waren auf Wunsch aus dem Stadtparlament Ende Juli an drei Tagen Öffnungszeiten bis 21 Uhr getestet worden waren und die Ergebnisse von einem Mitarbeiter der Stadtwerke im Magistrat präsentiert worden waren.

„Es sind aber nicht wesentlich mehr Besucher gekommen als sonst“, sagte Stadtwerke-Chef Thomas Meil auf Anfrage. Nur fünf bis sechs Besucher seien länger geblieben als sonst. Die Partei „Die Linke“ hatte eine Verlängerung der Öffnungszeiten gefordert. „Es ist traurig, dass bei dem schönen Wetter das Freibad so früh zumacht“, sagte Linken-Stadtverordnete Heidi Rettberg in der jüngsten Parlamentssitzung.

Dem konnten die Stadtwerke aktuelle Zahlen entgegensetzen. Wie eine Zählung Anfang Juli ergab, kommen unter der Woche die meisten Besucher zwischen 14 und 17 Uhr, ihre Zahl schwankt dann zwischen 150 und 200 Personen. Um 18 Uhr waren im Schnitt nur noch 69 Personen im Freibad, um 19 Uhr am Tag der Erhebung nur noch zwei.

Am Wochenende ändert sich das Nutzungsverhalten, sagte Thomas Meil. „Die Besucher kommen dann schon früher.“ Zwischen 9 und 15 Uhr lag die Zahl der Freibadnutzer zwischen 180 und 280, danach fiel sie stetig ab. Um 18 Uhr waren am Wochenende nur noch 19 Nutzer im Bad, um 19 Uhr war das Bad leer.

Nicht nur Meil sah daher keinen Grund, die Öffnungszeiten zu verlängern. Vehement sprach sich im Parlament besonders Jürgen Vogelei (FDP) dagegen aus: „Unser Freibad hat von allen Freibädern im Kreis mit elf Stunden am längsten geöffnet – und es hat trotzdem die niedrigsten Preise“, sagte er. Wenn man an den Öffnungszeiten etwas ändern wolle, müsse man auch die Preise anheben.

Außerdem müsse man auch an die Mitarbeiter denken, sagte Vogelei. Denn die sind nach Schließung des Bades noch mindestens zwei Stunden mit Reinigungsarbeiten und Vorbereitung für den kommenden Tag beschäftigt. Der Aufwand stehe in keinem Verhältnis zum Interesse der Schwimmer, kommentierte Bürgermeisterin Angela Fischer (CDU) auf Anfrage die Ergebnisse des Tests.

Einbruch beim Open Flair

Bis Ende vergangener Woche waren laut Meil trotz des tollen Wetters die Besucherzahlen eher niedrig. Das könne aber auch mit den Sommerferien zu tun haben, vermutete der Stadtwerke-Chef. Während des Open-Flair-Wochenendes Anfang August seien die Zahlen sogar um ein Drittel eingebrochen: Statt der üblichen 1500 Besucher seien nur 1000 gekommen. Meil: „Da waren die jungen Leute wohl alle auf dem Festival“.

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