Freiraum im Fliesenstudio: Vor zehn Jahren zogen junge Witzenhäuser ins Jugendzentrum

Zehn Jahre Jugendhaus Freiraum: Jugendpfleger Kai Zerweck (zweiter von rechts) und Alexander Schöberl (links) mit Lukas Sittel (zweiter von links) und Steffen Krutzinna, die beide vor zehn Jahren den Raum mit eingerichtet haben. Foto: Huck

Witzenhausen. Vom Fliesenstudio zum Jugendhaus. Diese Verwandlung ist nun schon zehn Jahre her. 2006 zogen die Jugendlichen in ihren „Freiraum" ein. Umbau und Renovierung übernahmen die Jugendlichen zum Teil selbst.

So entstand in Eigenleistung ein Cafébereich mit Theke, es wurde gemalert und ein offener Jugendtreff eingerichtet.

Anfang Mai 2006 wurde das Haus eröffnet und den Jugendlichen übergeben. Fotos und Zeitungsartikel dokumentierten beim Tag der offenen Tür am Samstag die vergangenen zehn Jahre im „Freiraum“. Bürgermeisterin Angela Fischer überreichte den Jugendlichen ein Geschenk, sie hatte Spielzeuge für draußen dabei, die den jugendlichen im Sommer Freude bereiten sollen. Besonders hob Angela Fischer das Engagement von Jugendpfleger Kai Zerweck hervor. Der kümmert sich in Witzenhausen bereits seit 16 Jahren um die Belange der Jugend. Hat immer ein offenes Ohr, spricht mit den jugendlichen auf Augenhöhe - hat aber gleichzeitig ein Auge auf sie. Von den Jugendlichen wird er geschätzt, Eltern vertrauen ihm gern ihre Kinder an.

Viele Bands

Seit Eröffnung des Jugendhauses befinden sich die Büroräume der Jugendpflege im selben Haus wie die Räume, die von den Jugendlichen in ihrer Freizeit genutzt werden. Viele Witzenhäuser Bands haben ihre Wurzeln im Jugendhaus und auch die Idee zum Festival Come2gether entstand in diesen Räumen. Der offene Jugendtreff ist montags, mittwochs und freitags von 15.30 Uhr bis 20 Uhr geöffnet.

Aber auch darüber hinaus kann das Jugendhaus genutzt werden. Gruppen und Vereine können sich anmelden und sich im Freiraum treffen. Während der Öffnungszeiten gibt es die Möglichkeit Billard, Kicker und Dart zu spielen, es gibt Getränke und Snacks an der Theke und einen Veranstaltungsraum mit Bühne.

Als das alte Jugendzentrum am Frauenmarkt geschlossen wurde, fanden die Jugendlichen vorübergehend im Keller des Rathauses einen Treffpunkt. Als dann die Räume in der Industriestraße 3 frei wurden, zeigten die Jugendlichen Engagement und machten das ehemalige Fliesenstudio zu ihrem Freiraum. „Damals war es sehr deutlich, dass die Jugendlichen das Jugendhaus viel mehr zu schätzen wissen, weil sie es selbst gestaltet und viel Arbeit reingesteckt haben“, sagt Kai Zerweck. Am Samstag besuchten einige der Jugendlichen, die vor zehn Jahren das Jugendhaus mit aufgebaut haben, den Freiraum und schwelgten in Erinnerungen.

Einiges habe sich verändert, so Kai Zerweck. Zwar gibt es immer noch Computer mit Internetzugang im Jugendhaus, war das vor zehn Jahren aber noch etwas ganz Besonderes, so hat heute fast jeder seinen Internetzugang in der Hosentasche auf dem Smartphone.

Neue Gesichter sind im Jugendhaus immer gerne gesehen und herzlich willkommen, betonen Jugendpfleger und Jugendliche. (zwh)

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