130 freiwillige Helfer bringen Räume der Burg Ludwigstein auf Vordermann

+
Klön-Ecke wird aufgewertet: Hanna Wege aus Witzenhausen streicht das Modell der Burganlage, das beleuchtet aufgehangen werden soll.

Burg Ludwigstein. Es wird gehämmert, gesägt, geschliffen, gespachtelt und gestrichen. Auf Burg Ludwigstein tummelten sich vergangene Woche 130 Freiwillige der Jugendbünde, Burgfreunde und des Bauhüttenkreises, um zu renovieren und der Burg zusätzlichen Glanz zu verleihen.

Bereits zum zehnten Mal hat „Burgvogt“ Selmar Sechtling zur sogenannten Winterbauhütte eingeladen, der Freiwillige von zehn bis 70 Jahren aus ganz Deutschland folgten. „Die Winterbauhütte verbreitet einfach einen guten Geist und macht richtig Spaß“, sagt Manuel Dany aus Bruchsal, der Betriebsurlaub hat und regelmäßig zur Winterbauhütte kommt. Zusammen mit Christian Schiel aus Kassel bereitete er Lüftungsbleche vor, die zwischen den Dachsparren angebracht werden sollen.

Junge Damen des Mädchenwandervogel Asteri haben eine Patenschaft für einen Wohnraum übernommen und zaubern in „ihrem Schlafraum“ anlog ihres Sterne-Namens einen Sternenhimmel unter die Decke. „Wir haben 15 Raumpaten, die ihre eigene Identität in die Räume bringen können und so die Burg aufwerten“, freut sich Sechtling über die Initiative des Mädel-Bundes aus Norddeutschland. Neben verschiedenen Renovierungsarbeiten in den einzelnen Schlafzimmern bekommt der Speisesaal neue Eichenfensterbänke und die Brandschutztür eine standesgemäße Verkleidung aus Eichenholz.

Während im Gewölbekeller das alte Linoleum durch einen ansprechenden Steinfußboden ersetzt wird, soll die Klön-Ecke durch ein im Hintergrund beleuchtetes Modell der Burganlage aufgewertet werden. „Die Winterbauhütte ist Arbeiten mit Wohlfühlfaktor“, sagte Dirk Osmers als Sprecher des Bauhüttenkreises von 15 Ingenieuren und Handwerksmeistern verschiedener Gewerke. Mindestens 50 Prozent der freiwilligen Helfer kommen jedes Jahr wieder. Damit an den drei Bautagen von Donnerstag bis Samstag alles geschafft wird, wurden ab September Baustellen und Verantwortungen festgelegt sowie Material und Werkzeug beschafft. „Wir wollen den freiwilligen Helfern aber auch etwas zurückgeben“, sagte Osmers. Sie können sich in verschiedenen Gewerken ausprobieren und sich so unter Anleitung weiterqualifizieren.

„Für unsere jungen Helfer ist es oftmals auch eine Art Berufsorientierung“, ergänzte Sechtling. Und so wird an drei Tagen bei freier Unterkunft und Logis geklönt und geklotzt.

Morgens um 8 Uhr geht’s los. Im Burghof werden zunächst die neuen Helfer begrüßt, ein gemeinsames Lied gesungen und auf den Tagesplan hingewiesen. Nach Feierabend sitzen sie zusammen mit Gitarre am Lagerfeuer oder frischen alte Bekanntschaften auf.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.