Folkloreensembles aus Deutschland, Sizilien, Tschechien und Georgien traten auf

Fröhlicher Auftakt der europäischen Jugendwoche

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Auch der Nachwuchs war dabei: Mit 4 bis 75 Jahren stellten „Die Ludwigsteiner“ bei ihren Tänzen die jüngste und die älteste Teilnehmerin beim Auftakt der europäischen Jugendwoche auf dem Marktplatz in Witzenhausen.

Witzenhausen. Einen fröhlichen und farbenfrohen Auftakt der Europäischen Jugendwoche erlebten die etwa 350 Zuschauer am Samstagabend auf dem Witzenhäuser Marktplatz.

Der Arbeitskreis Europäische Jugendwochen präsentierte bei bestem Wetter neben der eigenen Folkloregruppe „Die Ludwigsteiner“ Musik- und Folkloreensembles aus Sizilien, Tschechien und Georgien, die allesamt die Zuschauer auf ihre eigene Art und Weise begeisterten.

So setzte bereits zu Beginn die italienische Folkloregruppe „Centro Culturale Terrazzani“ mit ihren leuchtenden bunten Kostümen Akzente. Die Italiener tanzten nach traditionellen Liedern, zelebrierten Maisernte und Fischen und sangen ein Loblied auf das schöne Sizilien. Besonders auffällig auch der Flötenspieler, der sehr variantenreich in flottem Rhythmus die Melodie vorgab und in mehreren Oktaven unterwegs war.

Mit langen Kleidern und Schürzen ausgestattet führten „Die Ludwigsteiner“ mit ihrem Nachwuchs mehrere Tänze aus der Zunft des Leinewebers vor. Dabei balancierten sie mit Hilfe eines Tragerings einen Korb voll Wäsche auf dem Kopf, bedienten das Waschbrett und sangen mit der Spule in der Hand das Volkslied der Leineweber aus dem 19. Jahrhundert.

Auch die Zuschauer waren mit Elan dabei: Etwa 350 Besucher verfolgten auf dem Marktplatz die Vorführungen der Folkloregruppen.

Erfrischende böhmische Musik aus der Region Pilsen hatte die tschechische Gruppe „Lidova muzika z Chrástu“ zu bieten, in der mal Geige, Klarinette, Flöte oder der böhmische Dudelsack hervortrat. Neben traditionellem Liedgut sangen sie ein böhmisches Lied in Deutsch und ließen die Zuschauer bei einem weiteren Lied einen einfachen Refrain in tschechischer Sprache singen. „Erfrischende Musik mit viel Lebensfreude“, so der Kommentar des Arbeitskreis-Vorsitzenden Michael Göbel.

Zum Schluss des zweistündigen Programms kündigte er die georgische Folkloregruppe „Marula“ an, die mit ihren jugendliche Frische, den bunten Kostümen und ihrer Gleichförmigkeit beim Tanz begeisterte. In unnachahmlicher Schnelligkeit schleuderten ihre Beine über die Bühne, tanzten sie in bester Kosaken-Manier auf Knien und in der Hocke und waren im selben Moment schon wieder auf dem Sprung zur nächsten Figur. Egal ob als Männergarde oder zusammen mit den Frauen, es passte einfach alles.

Ein tolles Auftaktprogramm, welches die Lust bei den Einzelauftritten der Folkloregruppen unter der Woche auf Burg Ludwigstein angeregt haben dürfte.

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