Rote Früchtchen

Frost macht es den Erdbeerenbauern im Kreis schwer

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Johannes und Katharina Siebold aus Hundelshausen mit Sohn Jonathan.

Werra-Meißner. So langsam fangen auf den Erdbeerfeldern des Kreises die roten Früchtchen an, zu leuchten.

Aber die Witterung der vergangenen Monate hat nicht nur den Kirschen, sondern auch den Erdbeeren zugesetzt.

Nichtsdestotrotz startet am Wochenende auf einigen Erdbeerfeldern in der Region die Saison – eben mit etwas weniger Früchten an den einzelnen Pflanzen.

Gerade den frühen der sechs von ihm angebauten Sorten habe die Witterung zugesetzt, erklärt Johannes Siebold aus Hundelshausen. Zwischen 15 und 20 Prozent davon seien verfroren, rund 40 Prozent der frühen und mittelfrühen Sorten. Einige Erdbeeren weichen von der üblichen Form ab. Dabei habe er noch etwas Glück gehabt, da die Erdbeerpflanzen aufgrund der Lage seiner Felder etwas später dran seien als viele andere.

Nach der Kälte im April kam die große Hitze im Mai, erst im Juni fing es wieder an zu regnen. „Der Mairegen hätte früher kommen müssen“, erklärt Siebold. Jetzt dürfe zwischendurch wieder die Sonne kommen, damit die Früchte die notwendige Süße erlangen.

Der Preis von zwei Euro pro Kilo für selbst gepflückte Erdbeeren im Vorjahr werden Siebolds aufgrund der geringeren Ernte etwas anheben. Von mangelndem Regen berichtet auch Carsten Hildebrand, der in Stiedenrode und Hebenshausen Erdbeerfelder betreibt. Rund 200 Liter Regen zu wenig pro Quadratmeter habe es ab dem Winter gegeben. „Der April war zu trocken und zu kalt, der Mai zu trocken und zu heiß.“ Das Resultat: Von den frühen Sorten sind rund 50 Prozent erfroren, von den späteren hat es 20 Prozent erwischt. Im April sind im Inneren die Knospen erfroren, so dass sich keine Frucht ausbilden konnte. Die späteren Sorten sind etwas zu klein, bräuchten noch Wasser, um die eigentliche Fruchtgröße zu erreichen. (nde)

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