Er will Bürgermeister von Witzenhausen werden

Für Markus Keil ist die Familie stets die Nummer 1

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Bodenständiger Familienmensch: Markus Keil kandidiert für die SPD als Bürgermeister für Witzenhausen. Der wichtigste Rückzugsort für den passionierten Autoschrauber ist seine Familie und sein Haus mit Garten in Wendershausen. Wichtigste Ratgeberin ist Keils Frau Melanie, die hier mit Nesthäkchen Mathis (2) im Garten der Familie in Wendershausen zu sehen ist.   

Witzenhausen. Fünf Kandidaten wollen Bürgermeister von Witzenhausen werden - wir stellen die Bewerber vor. Heute: Der Wendershäuser Markus Keil tritt als Kandidat der SPD an und wirft unter anderem seine langjährigen kommunalpolitischen Erfahrungen in die Waagschale.

Wenn in dem freundlichen Haus am Ortsrand von Wendershausen mit vier Kindern und einem Hund der Bär steppt, wird einer immer ruhiger: Markus Keil. „Dann fahre ich runter und entspanne mich“, sagt der 48-jährige Familienvater und grinst. Mit dieser Ruhe will Keil auch die Stadt Witzenhausen voranbringen – und kandidiert deshalb bei der Bürgermeisterwahl.

Dass er als SPD-Fraktionschef oft sehr ruhig im Stadtparlament sitzt und sich auf kurze Redebeiträge beschränkt, während andere sich am Mikrofon ereifern, hat Keil schon Kritik eingebracht. Sie prallt an ihm ab. „Wir sitzen nichts aus, aber ich finde es wichtig, über die Dinge nachzudenken. Schnellschüsse bringen nichts.“

Für Ehefrau Melanie musste er dann aber doch fix reagieren: Vor 22 Jahren legte er eine Vollbremsung hin, weil sie ihm in Witzenhausen aus Versehen vors Auto lief. Durch Zufall traf man sich wieder, mittlerweile sind die beiden seit 18 Jahren verheiratet und Eltern von vier Kindern.

Bremsen muss Melanie Keil ihren Mann auch heute noch hin und wieder, damit er sich vor lauter Spaß am Ehrenamt nicht übernimmt. Tischtennis, Fußball, Motorradclub, Feuerwehr, Awo, Heimat- und Kulturverein, im Jahr 2000 kam dann auch noch die Kommunalpolitik hinzu. „Rüdiger Träbing hat mich beim Tischtennis für die SPD angeworben“, berichtet Keil. Fortan mischte er auch noch im Wendershäuser Ortsbeirat und später in der Stadtverordnetenversammlung mit. „Das ist für mich kein Stress, sondern Spaß und Leidenschaft“, sagt der 48-Jährige und blickt entschuldigend auf seine Frau. Geeinigt haben sich die Keils dann doch: An mindestens einem Abend in der Woche ist Keil zuhause, Samstag ist Familientag, wenn die Kinder ihn bei seinem Engagement begleiten wollen, dürfen sie mit.

Als Keil im Familienurlaub 2016 das Thema Bürgermeisterwahl ansprach, war den Töchtern Michelle und Melanie längst klar, dass Papa auf den Chefsessel strebte. „Milena sagte gleich: Wir werden das rocken“, erinnert sich Keil, schiebt aber direkt nach: „Wenn die Familie die Kandidatur nicht gewollt hätte, hätte ich das auf keinen Fall gemacht. Das geht nur als Team!“

So wie Melanie Keil als „guter Geist“ in der Familie dafür sorgt, dass alles läuft, achtet Markus Keil im Witzenhäuser Krankenhaus darauf, dass alles funktioniert. Wenn es Probleme mit OP-Geräten, Strom, Wasser oder Medizintechnik gibt – Keil kümmert sich mit seinem fünfköpfigen Team darum. Dabei steht er selten selbst mit dem Werkzeugkasten im OP. „90 Prozent meiner Zeit sitze ich am Schreibtisch und koordiniere“, sagt er. „Auch wenn es schwerfällt: Man kann nicht alles selber machen und muss im Team Dinge abgeben.“ 

So ähnlich stellt er sich auch seine Rolle als Bürgermeister vor, falls er gewählt wird. Es sei an der Zeit für jemanden an der Rathaus-Spitze, der aus einem anderen beruflichen Umfeld kommt, sagt Keil. Durch die Zeit im Stadtparlament fühlt er sich gut vorbereitet.

Einen persönlichen Fragebogen, mit dem wir Markus Keil auf den Zahn gefühlt haben, sowie einen ausführlichen Lebenslauf lesen Sie in der gedruckten Dienstagsausgabe der HNA-Witzenhäuser Allgemeinen.

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