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Beim Witzenhäuser Abend zum Erntefest treten die „Rothäute“ wieder auf

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Wieder Programmpunkt des Witzenhäuser Abend beim Erntefest: Die Rothäute auf Kreuzfahrt, hier eine Aufnahme von 2014. Archi
Wieder Programmpunkt des Witzenhäuser Abends beim Erntefest: Die Rothäute auf Kreuzfahrt, hier eine Aufnahme von 2014. Archivfoto: privat © privat

Beim Witzenhäuser Abend des Erntefestes sind traditionell die Ehemaligen Ehrendamen und Fahnenträger mit dabei.

Witzenhausen – Was auf der Bühne beim Bunten Abend des Witzenhäuser Erntefestes so leicht und (hoffentlich) lustig aussieht – beim Auftritt der Ehemaligen Ehrendamen und Fahnenträger auch „Rothäute“ genannt –, braucht einiges an Vorbereitung und Proben. Ich, Hendric Woltmann, muss es wissen. Denn ich bin nicht nur freier Mitarbeiter der HNA, sondern auch schon lange bei den Ehemaligen aktiv.

„Eins, zwei, drei, Feuerwasser frei“ ertönt es an jedem Witzenhäuser Abend hinter der Bühne kurz vor Mitternacht im Festzelt. Traditionell stoßen wir mit unserem Trinkspruch kurz vor unserem Auftritt mit Persico-Schnaps an. Das ist einer meiner schönsten Momente des Erntefests, weil da nur wir Rothäute innig für uns zusammen sind.

Spätestens im März starten die Vorbereitungen für den Auftritt. Zunächst legen wir uns auf ein Thema fest. Dann schlägt jeder Lieder vor, die zum Thema passen. Unser Anführer Johannes Erner kreiert aus dem festgelegten Thema eine Geschichte und schneidet dazu die Auftrittmusik.

Zur Musik designt unser Tanzcoach, Katharina König, eine Tanz-Choreografie, die uns zum Anfang der Trainingsphase immer zum Verzweifeln bringt. Beim Erstellen der Choreo lässt sich Katharina König von Auftritten anderer Tanzgruppen inspirieren. Wer uns die vergangenen Jahre gesehen hat, wird am Samstagabend einzelne Tanzpassagen wieder erkennen. Selbstverständlich wird es auch dieses Jahr wieder Hebe- und Flugpassagen geben.

Wir Rothäute treten seit 2011 jedes Jahr auf, und Katharina König baut einzelne Passagen aus den vergangenen Auftritten mit in die neue Choreo ein.

Ab Mitte Mai trainieren wir dann zweimal die Woche bis zum Erntefest im Dorfgemeinschaftshaus in Hundelshausen. Vor dem Training wird immer geklärt, wer kaltes Bier für alle mitbringt. Traditionell essen wir gemütlich mittwochs nach dem Training zusammen bei Euro Döner. Doch nicht nur die Tanzschritte sollten am Samstagabend stimmen, auch die Kostüme müssen ein Hingucker sein, um von unserer nicht immer hundertprozentigen Synchronität abzulenken. Dabei unterstützt uns Hans-Joachim Schröter, der uns jedes Jahr Geld für die Kostüme bereitstellt.

2011 traten die Rothäute erstmals als Indianer auf. Da die Tanzgruppe aus ehemaligen Ehrendamen und Fahnenträger besteht und wir rote Poloshirts tragen, entstand die Idee, sich „Rothäute“ zu nennen. Die ersten Auftritte der Rothäute fand ich so beeindruckend, dass ich mir vornahm, irgendwann selbst bei ihnen mitzumachen. Vor drei Jahren, als wir zum Thema Aladdin auftraten, tanzte ich das erste Mal mit.

Wovon diese Tanzgruppe lebt, ist die immer lockere, lustige und familiäre Stimmung. Viele von uns sind schon seit der Schulzeit miteinander befreundet. Die geborenen Tanzgötter sind wir nicht, in erster Linie machen wir das, weil es unglaublich Spaß macht, mit dem Haufen Zeit zu verbringen und um den Witzenhäuser Abend zu rocken. Kurz vor dem Auftritt, wenn wir von Axel Behnke anmoderiert werden, spätestens dann bin ich wieder angespannt und habe Gänsehaut an den Armen. (zwo)

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