Gebrauchtwarenzentrum bekam 28,5 Tonnen Elektroschrott

In die Mülltonne werfen ist verboten: Kreisumweltberaterin Gabriele Maxisch, Dirk Gröling, Geschäftsführer des Gebrauchtwarenzentrums in Witzenhausen, Thomas Otto, Projektleiter der GWD, und Umweltdezernent Dr. Rainer Wallmann werben für die Abgabe von Elektrogeräten bei der dezentralen Sammelstelle im Gebrauchtwarenzentrum in Witzenhausen. Foto:  Skupio

Witzenhausen. Alles mit Kabel, Batterie und Akku kann im Gebrauchtwarenzentrum abgegeben werden, jetzt zogen die Betreiber Bilanz des Vorjahres.

28,5 Tonnen Elektroschrott sind im vergangenen Jahr in den Gebrauchtwarenzentren in Eschwege und Witzenhausen abgegeben worden - Tendenz steigend. „Bis März haben wir allein am Standort in Witzenhausen bereits sieben Tonnen gesammelt“, sagt Dirk Gröling, Geschäftsführer des Gebrauchtwarenzentrums in Witzenhausen.

Diese Bilanz zog Gröling jetzt mit Umweltdezernent Dr. Rainer Wallmann, Kreisumweltberaterin Gabriele Maxisch und Thomas Otto, Projektleiter der Genossenschaft der Werkstätten für behinderte Menschen (GDW), welche am Standort in Calden mehr als 500 Tonnen Elektroschrott aus den Landkreisen Kassel, Schwalm-Eder und Werra-Meißner recyceln. „Wir haben natürlich erst versucht, eine Kooperation mit unseren heimischen Werraland Werkstätten aufzubauen, aber die konnten genug Mitarbeiter vorhalten“, erklärt Maxisch.

Seit November 2015 hat der Kreis mit dem Gebrauchtwarenzentrum eine dezentrale Annahmestelle für Elektrogeräte in Witzenhausen geschaffen - am Eschweger Standort gibt es diese bereits seit Mai 2014. „An funktionstüchtigen Geräten kann alles abgegeben werden, was Kabel, Batterien oder Akku hat“, sagt Maxisch. Besonders Großgeräte wie Wasch- und Spülmaschinen, Herde und Kühlschränke seien gesucht - jedoch nur intakte. An defekten Geräten können alle Kleingeräte von Fernseher, Monitor, PC bis hin zu Hifi-Anlagen, Föhn, Mixer und Telefonen abgegeben werden.

Daneben gibt es in den Kommunen zweimal im Jahr Sammlungen. Damit soll verhindert werden, dass kaputte oder nicht mehr benötigte Geräte illegalerweise in die Mülltonne wandern. Denn dass man seinen kaputten Föhn im Auto von Witzenhausen nach Weidenhausen auf die Deponie fahre, könne man laut Gröling auch nicht erwarten - zumal es umwelttechnisch auch keinen Sinn mache. Gröling und seine Mitarbeiter überprüfen die Geräte und geben funktionstüchtige wieder in den Verkauf. „Zudem geben wir eine Garantie von sechs Monaten, sollte das Gerät in der Zeit kaputt gehen, gibt’s das Geld zurück.“ Defekte Geräte werden trocken in einem alten Überseecontainer gelagert und regelmäßig von der GDW abgeholt, deren bundesweites Rücknahmesystem vertraglich mit den Geräteherstellern geregelt ist. „Unsere knapp 30 Mitarbeiter schrauben die Geräte auseinander, sodass die Wertstoffe weiter verkauft und die Schadstoffe sicher entsorgt werden können“, sagt Otto.

Seit Januar werden im Gebrauchtwarenzentrum zu den Öffnungszeiten (werktags von 10 bis 18 Uhr, samstags von 10 bis 13 Uhr) auch Altkleider angenommen. „Verkauft werden sie allerdings nur in Eschwege, weil wir hier nicht ausreichend Platz dafür haben“, sagt Dirk Gröling, Geschäftsführer des Gebrauchtwarenzentrums in Witzenhausen.

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