150 gegen rechte Gewalt: Demonstration mit Kundgebungen in Witzenhausen

Demo gegen rechte Gewalt: Etwa 150 Teilnehmer zogen bei Regen in der Dunkelheit des Donnerstagabend vom Nordbahnhof zum Witzenhäuser Marktplatz. Foto: Schröter

Witzenhausen. "Mit uns ist gut Kirschen essen", hieß es auf einem Plakat am Donnerstag bei einer Demonstration gegen rechte Gewalt in Witzenhausen. Über 150 Personen nahmen teil.

Mit einem friedlich verlaufenen Protestzug vom Witzenhäuser Nordbahnhof zum Marktplatz sowie mehreren Kundgebungen auf dem Weg dorthin haben am Donnerstagabend mehr als 150 Teilnehmer lautstark gegen rechte Gewalt und für die Aufnahme von Flüchtlingen demonstriert.

Aktualisiert um 15.50 Uhr

„Ich freue mich, dass trotz des heftigen Regens so viele Menschen gekommen sind“, sagte einer der Organisatoren vom Bündnis „Witzenhausen nazifrei“. Anlass der Demonstration, zu der auch zahlreiche Teilnehmer und Redner aus Göttingen und Kassel angereist waren, war ein angeblicher Angriff auf einen 20-Jährigen in der Wendershäuser Aue vergangene Woche. In Studentenkreisen wird weiterhin spekuliert, dass es sich dabei um einen rassistisch geprägten Übergriff gehandelt hat. Laut Polizei sind diese Spekulationen jedoch aus der Luft gegriffen. Das Opfer habe inzwischen zugegeben, dass der Angriff vorgetäuscht war (die HNA berichtete).

„Es gibt Grund genug, mit oder ohne einen neuen rassistisch motivierten Übergriff gegen Rassismus und rechte Gewalt zu demonstrieren“, sagte der erste von insgesamt neun Rednern. Vorfälle aus der Vergangenheit wie derjenige während des Erntefestes hätten gezeigt, dass sich Ausländer und Flüchtlinge auch in Witzenhausen nicht sicher fühlen können.

„Wir appellieren daher an die Bevölkerung, nicht wegzuschauen, sondern einzugreifen und zu helfen“, so der Student, der gleichzeitig eine Politik forderte, „die alle Menschen einbezieht“. 

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