Tanz auf Burg Ludwigstein

Gelungener Auftakt der Europäischen Jugendwoche

+
Kreuztanz: Mit wechselseitigen Sprüngen in ein anderes Kreuzfeld und ihren fröhlichen Formationstänzen begeisterte die estnische Gruppe aus Tallinn. 

Witzenhausen. Ein farbenfrohes Fest der europäischen Freundschaft und Fröhlichkeit erlebten die rund 350 Besucher der Auftaktveranstaltung zur Europäischen Jugendwoche auf dem Witzenhäuser Marktplatz.

Der Arbeitskreis der Europäischen Jugendwoche mit Cheforganisator Michael Göbel präsentierte am Samstag bei bestem Sommerwetter neben der vereinseigenen Gruppe „Die Ludwigsteiner“ Musik- und Folkloregruppen aus Polen, Estland, Schottland und Weißrussland.

Sie alle trugen dazu bei, dass sich der Marktplatz in ein multikulturelles Zentrum der Freude und Ausgelassenheit verwandelte. Während die Ludwigsteiner mit traditionellen Darbietungen den deutschen Volkstanz hochhielten, hatte auch ihr Nachwuchs eine Performance eingeübt, wo sie plötzlich im Tanzschritt verharrten.

Ein weiterer Höhepunkt war dann der erfrischende Auftritt der estnischen Volkstanzgruppe, die bei wunderbarem Spiel von Geige und Akkordeon schon im Laufschritt auf die Bühne kam und einen wahren Tanzwirbel veranstaltete. Nicht nur der Kreuztanz mit wechselseitigen Sprüngen in ein aus zwei Stäben gebildetes, auf dem Boden liegendes Holzkreuz begeisterte die Zuschauer, auch die sich immer wieder veränderten Formationstänze und die fröhliche Musik zog die Besucher in ihren Bann. Mit tollen Kostümen, fröhlichem Tanz und feinem Gesang bestach die polnische Folkloregruppe aus Koscierzyna in der Nähe von Danzig. Dabei gaben sie bei ihren Tänzen mit ihren Absatzstiefeln durch starkes Auftreten dem Ganzen immer wieder eine besonders rhythmische Note.

Die schottische Folkloregruppe aus Edinburgh hatte nicht nur ihre traditionellen Lieder dabei, die sie gekleidet im Schottenrock und begleitet vom Dudelsack vortrugen, sondern begeisterte ebenfalls mit modernen Volkstänzen in Ballettschuhen auf Zehenspitzen und fliegenden Röcken. Dabei ließen sie auch mal im Sprung die Hacken aneinander klatschen.

Zum Schluss trat die weißrussische Tanzgruppe aus Minsk auf, die nach 30 Stunden Busfahrt erst in der Pause der Auftaktveranstaltung ankam. Dafür gab´s von den Ludwigsteinern Szenenapplaus vor dem Bus und ein Spalier mitten auf der Walburger Straße. Schnell umgezogen begeisterten sie die Zuschauer in verschiedenen Formationen mit Gesang, schnellen Drehungen und schwingenden Beinen. Auch die Trachten mit weißer Schürze und aufgesticktem Muster waren ein absoluter Hingucker.

Ein tolles Auftaktprogramm mit einem zufriedenen Michael Göbel, das die Lust, die Einzelauftritte der Gruppen unter der Woche auf Burg Ludwigstein anzusehen, angeregt haben dürfte.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.