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Gemeinden im Werra-Meißner-Kreis wollen aus Solidarität Energie einsparen

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Von: Evelyn Paul

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Die Decken liegen wieder bereit: In der Walburger Kirche ist man vorbereitet, wie Pfarrer Dirk Rehbein zeigt.
Die Decken liegen wieder bereit: In der Walburger Kirche ist man vorbereitet, wie Pfarrer Dirk Rehbein zeigt. © Evelyn Ludolph

Über das Sparen von Energie wird innerhalb der evangelischen Kirche heftig diskutiert. Das trifft auch auf die Kirchenmitglieder im Werra-Meißner-Kreis zu, wie Dekanin Ulrike Laakmann bestätigt.

Werra-Meißner – Bereits in den Sommerferien seien die Gemeinden gebeten worden, vor Ort zu überlegen, wie Energie eingespart werden kann. Da die Voraussetzungen so unterschiedlich sind, mache ein zentrales Konzept wenig Sinn, erklärt Laakmann und ergänzt: „Wir haben aus Corona einiges gelernt, sodass die Gemeinden auf die Konzepte für die Gottesdienste zurückgreifen können.“

Die Landeskirchen und Bistümer hätten Rahmenempfehlungen heraus gebracht, an denen man sich orientiere. „Die Maßnahmen für diesen Winter sind kurzfristig. Wir wollen uns aber auch mittel- und langfristig mit dem Thema befassen“, sagt Laakmann.

Deswegen bearbeiten der Umweltausschuss und der Bauausschuss das Thema auf Kirchenkreisebene. In der Kreissynode Anfang Oktober wurde eine Projektgruppe Energie und Gebäude eingesetzt, die sich nach den Herbstferien wieder trifft. Auch die Pfarrkonferenz im November wird das Sparen von Energie auf der Tagesordnung haben.

Mit Spannung schaue man auch auf die Entwicklung im Bereich Photovoltaik. Bisher war nicht nur die Statik ein Problempunkt, sondern vor allem der Denkmalschutz, wenn man Photovoltaikanlagen auf dem Kirchendach plant. „Aber da tut sich jetzt was“, weiß die Dekanin.

Dass die Gemeinde in Walburg bei Hessisch Lichtenau Energie sparen will, dazu hat sich der Kirchenvorstand aus zwei Gründen entschieden, wie Pfarrer Dirk Rehbein berichtet: „Zum einen wollen wir aus Solidarität sparsam mit der Energie umgehen.“ Zudem wolle man Geld sparen, um den Haushalt der Gemeinde nicht vor die Wand zu fahren.

„In Walburg haben wir eine Gasheizung, das springt uns gleich zweimal an“, sagt Rehbein. Generell müsse man ja Energie einsparen, aber mit Gas habe man auch die schwierigste Ressource. Deswegen hatte Pfarrer Rehbein bereits im Gemeindebrief für Oktober angekündigt, dass in der Heizperiode ab 1. November die Kirche auf der Grundtemperatur von 6 Grad gehalten werde, vor einer Veranstaltung werde dann pro Stunde ein Grad aufgeheizt bis zu einer Temperatur von 14 Grad für den Gottesdienst.

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Wärmeangebote für Bedürftige

Neben der Energie hat die Kirche auch die Situation der Bedürftigen im Blick. So hat die Evangelische Familienbildungsstätte in Eschwege, deren Träger der Evangelische Kirchenkreis Werra-Meißner ist, verschiedene Ideen in Planung, wie Laakmann berichtet. Für die Studierendengemeinde in Witzenhausen gibt es ein offenes Angebot. Auch in den Gemeinden werde das Thema diskutiert. Die Schwierigkeit sei aber, die Konzepte mit Corona unter einen Hut zu bringen. (elu)

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