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Gertenbacher Ortsbeirat drängt auf Lärmschutz

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Von: Christoph Cortis

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Zugverkehr belästigt Anwohner: Schon seit vielen Jahren und jetzt erneut fordert der Ortsbeirat von Gertenbach Schutzmaßnahmen.
Zugverkehr belästigt Anwohner: Schon seit vielen Jahren und jetzt erneut fordert der Ortsbeirat von Gertenbach Schutzmaßnahmen. © Chris Cortis

Die Gertenbacher fühlen sich schon lange gestört durch den Zugverkehr durch ihren Ort.

Gertenbach – Die Forderung nach einem wirksamen Lärmschutz hat Gertenbachs Ortsvorsteher Lothar Heuckeroth bekräftigt. Zum Leidwesen der Anwohner an der Bahnstrecke Kassel-Göttingen rollten Tag und Nacht Züge durch diesen Stadtteil von Witzenhausen, klagte Heuckeroth nach der jüngsten Ortsbeiratssitzung und griff damit eine Initiative vom Michael Glameyer auf.

Der hatte sich bei der Bahn nach dem aktuellen Sachstand erkundigt und eine eher unbefriedigende Antwort erhalten. Danach wolle die Bahn zwar eine neue, schalltechnische Untersuchung vornehmen, der Zeitpunkt dafür sei aber offen, wurde er vertröstet.

Statt Schallschutzwänden hatte die Bahn alternative Maßnahmen ins Gespräch gebracht, insbesondere so bezeichnete Schienenstegdämpfer, die schon erfolgreich getestet worden seien.

Dabei handelt es sich um Stahlbleche mit zwischenliegendem Dämpfungsmaterial, die unmittelbar an beiden Seiten der Schienen in kurzen Abständen montiert werden.

In der Form eines Sandwichs dämpfe dieses System die Schwingungen der Gleise bei der Überfahrt durch den Zug und reduziere damit den Lärm. Tagsüber, so Heuckeroth, spiele sich der Personenzugverkehr im Stundentakt ab, während nachts vor allem Güterzüge durch Gertenbach rollten.

Seit „weitaus über zehn Jahren“ seien alle Bemühungen des 1000-Seelen-Dorfes um einen Lärmschutz erfolglos geblieben. Das sei umso unverständlicher, als im benachbarten Hedemünden solche Maßnahmen bereits vor Jahren verwirklicht worden seien, obwohl das Projekt dort „aktuell nicht im Terminkalender“ der Bahn gestanden habe.

Thema im Ortsbeirat war auch das Projekt „Besser zur Schule“, das vom Land Hessen unterstützt wird. Davon berichtete neben dem Ortsvorsteher auch Julia Rettig als Elternvertreterin der Lindenhofschule, die in Gertenbach aktuell auch von Kindern aus Blickershausen und Ziegenhagen besucht werde. Nach einer Ortsbesichtigung moniert worden sei, dass der Bürgersteig auf der Werrabrücke abrupt ende und Kinder aus den Nachbardörfern die Straße überqueren müssten. Außerdem sei der Bürgersteig mit einer Breite von stellenweise unter 50 Zentimetern viel zu eng. Nach den Sommerferien sollen weitere Treffen stattfinden und Arbeitsgruppen gebildet werden.

Pfarrerin Heike Fehling wies noch auf Kinder-Ferienspiele hin, die vom 29. August bis 1. September im Pfarrgarten in Gertenbach stattfinden, und bat um Unterstützung in der Form, dass Zelte ähnlich denen des Roten Kreuzes zur Verfügung gestellt werden. (zcc)

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