Geschichten rund um die Kirsche

Vierter Themenwanderweg zum Kirschen-Anbau in Kleinalmerode eröffnet

Kirschenanbau der 1970er-Jahre: Mit großformatigen
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Kirschenanbau der 1970er-Jahre: Mit großformatigen Schautafeln dargestellt.

Der vierte Kirschwanderweg bei Witzenhausen wurde jetzt eingeweiht.

Kleinalmerode – Rechtzeitig vor der Kirschblüte wurde am Mittwochabend der neue Kirschwanderweg 4 auf der Klippstätte in Kleinalmerode vom Geo-Naturpark Frau Holle-Land eröffnet. „Es ist der vierte Kirschwanderweg in der touristischen Vermarktung des Geo-Naturparks und der Stadt Witzenhausen, wo die Besucher einiges über den Anbau der Früchte im Werratal erfahren können“, sagte Projektleiterin Sabine Budde von Geo-Naturpark.

Der etwa vier Kilometer lange Wanderweg führt über die höchstgelegenen Kirschplantagen und Streuobstwiesen von Witzenhausen und eröffnet den Wanderern und Spaziergängern immer wieder weite Fernblicke auf das Kirschenland.

Auf insgesamt 17 Klapptafeln und neun großformatigen Fotos werden die Geschichten rund um die Kirsche und deren Anbau erzählt. „Das Besondere sind aber die persönlichen Erlebnisse von insgesamt vier Kleinalmeröder Kirschenbauern“, sagte Charlotte Graulich vom Geo-Naturpark.

So wird auf der Plantage von Familie Plettenberg mit einer Fotogalerie und Infotafeln die Geschichte eines Kirschenerntetages aus den 70er Jahren erzählt. An den Plantagen von Matthias Brethauer können die Spaziergänger den Bienen beim Arbeiten zuschauen und anhand von großformatigen Fotos einen Vergleich des früheren und jetzigen Anbaus ziehen.

Aber auch die Kleinalmeröder Kirschenköniginnen sind am Weg dargestellt und lächeln den Wanderern entgegen. Ebenso wird mit zwei Hinweistafeln auf die Wichtigkeit der Streuobstwiesen und über den Lebensraum Totholz informiert. „Mit dem größten zusammenhängenden Anbaugebiet in Deutschland und einem weiteren Wanderweg wollen wir die Kirsche und unsere Region noch mehr in das Bewusstsein der Besucher lenken“, sagte Landrat Stefan Reuß. Er lobte dabei das Engagement der VR-Bank Mitte, die die Ideen des Geo-Naturparks bei der Realisierung des Kirschwanderweges mit 5000 Euro unterstützten.

„Da wir mit unserer Stiftung ,Mit Herz für die Region’ ehrenamtliches Engagement und Nachhaltigkeit fördern, bedurfte es keiner großen Überzeugungsarbeit im Stiftungsbeirat, die Arbeit der Kleinalmeröder Ehrenamtlichen hier zu honorieren“, sagte Uwe Linnenkohl vom Vorstandsteam der VR-Bank Mitte.

Der Kirschwanderweg Kleinalmerode ist neben dem Radweg, dem Erlebnispfad, dem Wildkirschenweg und den drei vorhandenen Wanderwegen in Witzenhausen und Wendershausen der vierte Kirschenwanderweg im Stadtgebiet. Er ist zudem mit dem etwa 13 Kilometer langen Premiumwanderweg P25 verflochten, sodass auch bequem eine größere Wandertour eingeplant werden kann. Der P25 befindet sich in der Endphase der Realisierung und soll voraussichtlich am 25. April eröffnet werden. (Hartmut Neugebauer)

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