"Logo"-Markt geplant

Getränkemarkt soll aufs Areal von Autohaus Bernhardt

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Standort für neuen Laden? Horst Bernhardt vom gleichnamigen Autohaus möchte seinen Betrieb am B 80-Kreisel in Witzenhausen verkaufen. Die Nachnutzung ist offen.

Witzenhausen. Gleich mehrere Interessenten haben ein Auge auf die Flächen des Autohauses Bernhardt am Witzenhäuser B-80-Kreisel geworfen.

Was wird aus dem Gelände des Autohauses Bernhardt am B80-Kreisel in Witzenhausen? Und was wird aus dem Aldi-Markt schräg gegenüber? Mit diesen Fragen müssen sich jetzt Bauausschuss und Stadtverordnete beschäftigen.

Firmenchef Horst Bernhardt möchte seinen Standort in Witzenhausen aus gesundheitlichen und Altersgründen aufgeben und den Betrieb an seinem zweiten Standort in Wendershausen zusammenführen. Dort will er die Firma mit seinen Söhnen weiterbetreiben. Sein Architekt Wolfgang Keil stellte daraufhin im Bauausschuss ein Nachnutzungskonzept für das 6400 Quadratmeter große Areal vor. 

Demnach will ein Investor aus dem Rheingau-Taunus-Kreis die vorhandenen Gebäude erhalten und im Hauptgebäude auf 650 Quadratmetern einen Getränkemarkt der Firma „Logo“ unterbringen, die bereits einen Laden beim Netto-Markt in der Südstadt betreibt. 250 Quadratmeter sollen weiterhin als Werkstatt genutzt werden, in den nördlichen Anbau soll eine Bäckerei mit Café einziehen. Laut Keil könnten zehn neue Arbeitsplätze entstehen.

Doch auch Aldi hat offenbar einen Blick auf das Areal geworfen. Wie Bauamtsleiter Bernd Westermann in der Sitzung erklärte, soll die Verkaufsfläche des Discounters von 700 auf 1200 Quadratmeter erweitert werden. Weil das am Standort neben Tegut nicht möglich ist, habe Aldi ausgelotet, „ob der Markt auf ein Grundstück in unmittelbarer Nähe verlagert werden kann“, so Westermann. Auch für das Bernhardt-Grundstück interessieren sich die Planer nach HNA-Informationen. 

Bernhardt will auf Anfrage keine Namen nennen. Seit der Bau der Tankstelle auf dem benachbarten Motzplatz genehmigt worden ist, stünden mögliche Investoren Schlange. Nach seinen Angaben gibt es derzeit fünf Interessenten für sein Grundstück, er habe sich noch für kein Angebot entschieden. Wann der Standort seines Autohauses schließen soll, sei offen, es könne aber noch Monate dauern.

Zunächst müssen die Stadtverordneten entscheiden, ob in dem Gebiet am Kreisel überhaupt mehr Ladenfläche für Lebensmittel ausgewiesen werden kann. „Eigentlich ist das nicht mehr möglich“, sagt Westermann. Denn laut der jüngsten Einzelhandelsstudie gibt es gemessen an der Kaufkraft bereits genug Verkaufsflächen für Lebensmittel. Bei sinkenden Einwohnerzahlen werde auch die Kaufkraft weiter zurückgehen. Eine Neuausweisung von Flächen für Lebensmittel wäre laut Westermann nur möglich, wenn eine neue Einzelhandelsstudie ergibt, dass es doch genügend Kaufkraft für einen größeren Aldi und einen neuen Getränkemarkt gibt. 

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