Gospel auf der Baustelle: 250 informierten sich

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„Sehr bald werden wir den Herrn sehen“: Der Gospelchor „a gospella“ unter der Leitung des gebürtigen Simbabwers Sinini Ngwenya machte bei seinem Auftritt an der Baustelle seine Vorfreude auf die Fertigstellung des Corvinushauses deutlich.

Witzenhausen. „Soon and very soon we are going to see the King" (Sehr bald werden wir den Herrn sehen), war eines der Gospellieder mit denen der Chor „a gospella" auf der Baustelle des Corvinushauses die 250 Besucher des Tages der offenen Tür begeisterten.

Unter der mitreißenden Leitung von Sinini Ngwenya klatschten und tanzten und sangen die Sängerinnen und Sänger vor dem eingerüsteten Corvinushaus. Auch dieser Chor wartet darauf, dass das Haus wieder für ihre Proben zur Verfügung stehen wird.

Immerhin ist der erste Bauabschnitt nun fertig gestellt. Die rund 250 Besucher konnten die Räumlichkeiten des Neubaus besichtigen. Er wurde an Stelle des alten „Treffpunkt“ nunmehr ebenerdig erstellt. Dort ist das Gemeindebüro untergebracht. Gemeindesekretärin Katja Fröhlich ist nun barrierefrei zu erreichen. Untergebracht ist dort auch das Büro des „CSS“ des Circus- und Schaustellerseelsorgers der Evangelischen Kirche Deutschlands, Pfarrer Thorsten Heinrich. Ein Seminarraum steht für Gruppenveranstaltungen zur Verfügung. Barrierefrei wurde der neue Gebäudeteil an die Bühne und den Saal im Corvinushaus angeschlossen. Dabei hat man auf den Lärmschutz zum Nachbarn besonders geachtet.

Eine besondere Rolle spielt bei den Arbeiten der Bauausschuss der Gemeinde, der nicht nur bei den Planungen mitwirkte, sondern auch mit Vorschlaghammer und Meißel tatkräftig die Mauern und den Kamin für die Erweiterung der Küche selbst abriss: „4500 Euro gespart“, erklärte Pfarrer Frieder Brack, der auch das Engagement vieler Flüchtlinge beim Ausräumen des Corvinushauses lobte.

Die Sanierung des Altbaus ist nun im vollen Gange: Dach- und Fassadendämmung, die neue Küche, neue Fußböden werden in den nächsten Wochen in Angriff genommen. Das alles hat aber auch seinen Preis: Über eine Millionen Euro sind für das Projekt veranschlagt.

Mit 215 000 Euro unterstützt der Kirchenkreis die Maßnahme, die Landeskirche steuert 615 000 Euro aus verschiedenen Töpfen bei. Den Rest muss die Kirchengemeinde aus Rücklagen, Darlehen und Spenden aufbringen.

Bald, wenn auch nicht sehr bald, soll das Corviniushaus den vielen Gruppen wieder zur Verfügung stehen. Dekanin Ulrike Laakmann hat sich jedenfalls den 2. Oktober, Erntedankfest, im Terminkalender fest vorgemerkt. (zgg)

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