Er soll sechs Gänse getötet haben

Prozess um tote Gänse: Schäferhund Elvis vor Exhumierung

Grebendorf. Der tote Schäferhund Elvis aus Grebendorf könnte tatsächlich exhumiert werden.

Wie Hans-Peter Schwendt jetzt sagte, kam ein entsprechendes Schreiben seiner Anwältin. „Ich dachte, das wäre das Urteil, dass der Fall abgeschlossen ist, aber damit habe ich nicht gerechnet“, sagt der 68-Jährige, dem der Hund jahrelang gehörte.

Wie berichtet, wurden der Grebendorfer und seine Frau angeklagt, dass der Hund in der Vorweihnachtszeit 2013 sechs Gänse einer Frau aus Grebendorf getötet haben soll. Die möchte dafür nun Schadenersatz, es geht um insgesamt 800 Euro. Schwendts bestreiten, dass Elvis, der im Februar 2014 verstorben ist und in einem Eschweger Garten begraben liegt, etwas mit dem Tod der Gänse zu tun hat. „Er war zu dem Tatzeitpunkt krank und alt, konnte sich kaum länger als 15 Minuten auf den Beinen halten. Das ist tierärztlich bestätigt.“

Gutachten beantragt 

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Verhandelt wird der Fall derzeit vor dem Landgericht Kassel. Das hat jetzt nach Angaben von Pressesprecher Dr. Jan Blumentritt ein Gutachten von der Tierärztlichen Hochschule Hannover beauftragt, für dessen Bezahlung die Klägerin bereits einen Vorschuss an die Gerichtskasse zahlte. Das Gutachten soll Aufschluss darüber geben, ob die Male an den Gänsen tatsächlich von Elvis stammen.

Die Tiere hat die Klägerin laut Hans-Peter Schwendt eingefroren. „Es ist deshalb nicht auszuschließen, dass die Überreste des Schäferhundes ausgegraben werden müssen“, sagt Blumentritt. Wann mit dem Gutachten oder auch der möglichen Exhumierung zu rechnen sei, ist aber unklar: Das hänge von der Auftragslage des Gutachters ab.

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