Kriminalpolizei

Großbrand: Ursache steht „mit hoher Wahrscheinlichkeit“ fest

Großbrand in Witzenhausen: Katastrophenschutz im Einsatz
+
Großbrand in Witzenhausen: Katastrophenschutz im Einsatz

In Witzenhausen war es zu einem Großbrand gekommen. Nun gibt die Kriminalpolizei die wahrscheinliche Brandursache bekannt.

Update vom Montag, 24.08.2020, 15.00 Uhr: Wie die Kriminalpolizei Eschwege mitteilt, steht die Ursache des Feuers bei Heli-Recycling in Witzenhausen nun „mit hoher Wahrscheinlichkeit“ fest.

Man gehe davon aus, dass der Brand an mehreren Altpapierballen durch die Inbetriebnahme eines Papierschredders ausgelöst wurde. Durch die Maschine sei offenbar einer der gepressten Altpapierballen in Brand geraten. Wind und Funkenflug schienen zudem dafür zu sorgen, dass weitere Papierballen in Brand gerieten, so die Kriminalpolizei. Der Sachschaden an den Papierballen wird auf rund 100.000 Euro geschätzt.

Außerdem hat sich die ursprüngliche Meldung, wonach sich ein Feuerwehrmann bei dem Einsatz in Witzenhausen verletzt habe, nicht bestätigt. Der Betroffene habe kurzzeitig zwar unter Kreislaufproblemen gelitten, konnte seine Tätigkeit jedoch weiter fortsetzen.

Brand in Witzenhausen: Mehrere tausend Tonnen Altpapier fingen Feuer

Update vom Samstag, 22.08.2020, 16.30 Uhr: Witzenhausen - Großbrand bei Heil-Recycling im Kleinen Felde in Witzenhausen: Am Samstag um 12.31 Uhr wurde durch die Brandmeldeanlage der Brand eines Altpapierlagers im Außenbereich des Entsorgungsbetriebes Heil Recycling gemeldet.

Nach Eintreffen der Witzenhäuser Feuerwehr am Brandort hatte sich durch Wind und Funkenflug der Brand bereits auf zwei weitere Papierballenlager im Außenbereich ausgebreitet. Der Einsatzleiter der Witzenhäuser Feuerwehr Claus Demandt forderte sofort mehrere Löschzuge der Witzenhäuser Ortswehren an, die Zug um Zug am Einsatzort eintrafen.

Weiter wurde die Feuerwehr Bad Sooden Allendorf mit einem zusätzlichen Drehleiterwagen, das Technische Hilfswerk Witzenhausen und der Katastrophenschutzwagen des Landes Hessen mit Standort in Eschwege angefordert. Ebenfalls war das Deutsche Rote Kreuz vor Ort, das einen verletzten Feuerwehrmann versorgen musste.

Aufgrund der zahlreichen Einsatzkräfte und Einsatzeinheiten übernahm der Katastrophenschutzwagen aus Eschwege die Kommunikation. Insgesamt waren 15 Wehren mit weit über 100 Einsatzkräften im Einsatz. Diese brachten den Brand relativ schnell unter Kontrolle und löschten in Riegelstellung den Brand von allen vier Seiten.

Während die beiden Drehleiterwagen die Brandbekämpfung der Papierballen von oben vornahmen, bekämpften die Stadtteilwehren den Brand von der Seite. So wurde verhindert, dass der Brand auf die angrenzenden Gebäude und den angrenzenden Wald am Radweg nach Hundelshausen übergriff.

Auch waren zahlreiche Atemschutzträger im Einsatz, die den Brand zwischen den Ballenlagern löschten. Da der Brand sich immer tiefer in die Ballenlager rein fraß, wurden die Ballenlager mit den teilweise bereits gelöschten Ballen mit einem Bagger auseinandergezogen und weiter gelöscht. Neben dem Löschwassereinsatz wurde zur besseren Verteilung des Löschwassers auch Schaum eingesetzt. Die Brandursache konnte bislang noch nicht ermittelt werden. Insgesamt fielen dem Brand mehrere tausend Tonnen Altpapier zum Opfer. (Hartmut Neugebauer)

Erstmeldung vom Samstag, 22.08.2020, 14.30 Uhr: Witzenhausen: Der Werra-Meißner-Kreis warnt vor einem Großbrand in Witzenhausen. Im kleinen Felde kommt es zu einer Rauchentwicklung.

Anwohner im Umkreis von einem Kilometer um die Brandstelle werden aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Lüftungs- und Klimaanlagen im Haus sowie im PKW sollen ausgeschaltet werden. (aka)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.