Häuser sollen belebt werden

Großalmerode will mit Förderprogramm Leerstand beseitigen

Hier soll etwas Neues entstehen: Bürgermeister Finn Thomsen, Tom König, Projektleiter vom AKP-Planungsbüro, Heike Brandt, stellvertretende Projektleiterin, und Mitarbeiterin Elena Hansjürgens vor der Baulücke an der Straße In den Steinen 9 in Großalmerode.
+
Hier soll etwas Neues entstehen: Bürgermeister Finn Thomsen, Tom König, Projektleiter vom AKP-Planungsbüro, Heike Brandt, stellvertretende Projektleiterin, und Mitarbeiterin Elena Hansjürgens vor der Baulücke an der Straße In den Steinen 9 in Großalmerode.

Damit Häuser in Großalmerode nicht länger leer bleiben, nimmt die Stadt am hessischen Stadtumbauprogramm „Lebendige Zentren“ teil. Ziel ist, die Südstadt in den kommenden Jahren zu verschönern.

Großalmerode – Abriss droht dem Haus an der Straße In den Steinen 11 in Großalmerode. Damit soll Platz für Neues geschaffen und eine unschöne Baulücke geschlossen werden. Das Nachbarhaus wurde bereits 2016 abgerissen. Die Folgen: offene Gefache und ein verwildertes Grundstück. Fast genauso lange steht das Haus Nummer 11 leer. Um das zu ändern, nimmt die Stadt Großalmerode am hessischen Stadtumbauprogramm „Lebendige Zentren“ teil. Ziel ist, die Südstadt, von der Eisenberg Straße bis zur Straße Am Äckerchen und bis zum Friedhof, in den kommenden zehn Jahren zu verschönern. Dabei helfen wird das Planungsbüro AKP.

Um die Großalmeröder zu beteiligen, ist für den kommenden Montag, 12. Juli, ab 18 Uhr ein Rundgang durch die Altstadt geplant. Los geht es am Hermann-Sauter-Haus, Obere Scheidquelle 11. Großalmeröder können dann erstmals Probleme, Ideen und Wünsche mit den AKP-Stadtplanern besprechen. „Die Projekte müssen aber realistisch und förderbar sein“, sagt Großalmerodes Bürgermeister Finn Thomsen. Die Stadt stimme dazu Richtlinien mit dem Hessischen Wirtschaftsministerium ab. In weiteren Veranstaltungen solle ein Konzept mit Bürgerbeteiligung entstehen, um Gebäude zu sanieren und Außenbereiche zu gestalten.

Ein Schwerpunkt sei die Beseitigung von Leerstand. Es könnten zum Beispiel soziale Treffpunkte und Wohnraum in der Stadt geschaffen werden. Auch die Wegestruktur des Friedhofs sei ein denkbares Projekt. Was genau passieren wird, kommt auch auf die Großalmeröder an: „Wir wollen nicht am Bürger vorbei bauen, die Menschen sollen sich in ihrer Stadt wohlfühlen“, so Thomsen. Die Vorhaben seien jedoch auf die Südstadt begrenzt, erklärt er: „Eine Förderung ist nur dort möglich, wo im vorangegangenen Förderprogramm kein Umbau unterstützt wurde.“ Um die Fortschritte zu begleiten, und als Bindeglied zu den Großalmerödern, soll ein Gremium aus Vereinsmitgliedern und politischen Vertretern gebildet werden.

„Welche Projekte letztendlich umgesetzt werden, beschließt die Stadtverordnetenversammlung“, sagt Thomsen. „Bund, Land und Kommune bezahlen die Kosten dann zu jeweils einem Drittel.“ Besonders kleine Vorhaben sollen schnell in Angriff genommen werden, „damit die Großalmeröder Fortschritte sehen.“ Baustart sei im besten Fall schon im kommenden Jahr. „Dennoch ist Geduld gefragt“, sagt der Bürgermeister. „Es braucht oft eine lange Vorbereitungszeit wegen des hohen Abstimmungsbedarfs.“

Auch Verzögerungen durch die Pandemie oder eine neue Krise in den kommenden zehn Jahren könnten zum Problem werden. Denn: „Der Förderzeitraum kann nicht verlängert werden“, sagt Tom König, Projektleiter vom Planungsbüro.

Nach den Sommerferien können Großalmeröder ihre Ideen für das Stadtumbauprogramm „Lebendige Zentren“ einbringen. Die Termine:

  • Auftakt: Montag, 6. September, ab 19 Uhr im Rathaussaal
  • Projektwerkstatt: Montag, 27. September, ab 18.30 Uhr im Rathaus

Planung für Städte, Gemeinden und Körperschaften

Für das Stadtplanungsbüro AKP (Arbeitsgruppe für kommunale Planung) aus Kassel ist Großalmerode kein Neuland: „Wir haben bereits den Stadtumbau betreut“, sagt die stellvertretende Projektleiterin in Großalmerode Heike Brandt. Das Planungsbüro wurde 1988 gegründet. Es berät und plant für Städte, Gemeinden und öffentliche Körperschaften, heißt es auf der Internetseite des Planungsbüros. Das Projekt in Großalmerode wird es zudem für etwa zwei Jahre organisieren.

(Wiebke Huck Und Fabian Becker)

Sie wollen mehr aus der Region erfahren? Dann testen Sie das ePaper der HNA zwei Wochen gratis. Sie sind eher an Neuigkeiten aus dem Raum Eschwege interessiert? Dann können Sie das ePaper der Werra-Rundschau ebenfalls kostenlos ausprobieren. 

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.