Bericht für die Stadtverordneten

Großalmeröder Feuerwehr: Zahl der Mitglieder gestiegen

Wie es um die Feuerwehr Großalmerode bestellt ist, berichtete Stadtbrandinspektor Dirk Junker den Stadtverordneten am Donnerstagabend.
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Wie es um die Feuerwehr Großalmerode bestellt ist, berichtete Stadtbrandinspektor Dirk Junker den Stadtverordneten am Donnerstagabend.

Stadtbrandinspektor Dirk Junker berichtete den Stadtverordneten in ihrer Sitzung am Donnerstag vom Zustand der Großalmeröder Feuerwehr. 

Großalmerode - Wegen der Coronapandemie mussten die Übungsdienste vom 13. März bis zum 22. Juni eingestellt werden. Seit 16. Juli dürfen Kinder- und Jugendfeuerwehren trainieren. Lehrgänge finden erst seit Ende August wieder statt. Übungen für Atemschutzgeräteträger sind weiterhin eingeschränkt.

Im September fanden Wahlen statt. Damit sind alle Führungsposten der Feuerwehr Großalmerode wieder besetzt, berichtete Junker. So ist Lars Peter Wehrführer der Bereichsfeuerwehr Trubenhausen/Weißenbach, die Stellvertreter sind Holger Faßhauer und Matthias Pflüger. In Uengsterode übernimmt Michael Ringleb die Wehrführung, Stellvertreter ist Leon Dittel.

Die Stadtbrandinspektoren hätten bei der Jahreshauptversammlung im Mai neu gewählt werden sollen. Da diese wegen der Pandemie nicht stattfand, verbleiben sie vorerst im Amt.

Junker zog eine Bilanz des Scheunenbrandes in Laudenbach Anfang August. Dabei brannten 600 Rundballen Heu und landwirtschaftliche Geräte. Dass ein Öltank mit 2000 Litern Öl in Brand geriet, konnten die Kameraden verhindern. Das Feuer sei eine Herausforderung gewesen, auch weil das Löschwasser aus dem Exbergsee geholt werden musste, nachdem der Hochbehälter nahezu leer war. Der Einsatz dauerte 27 Stunden und 30 Minuten mit 200 Personen. Wegen Lohnausfallzahlungen kommen auf die Kommune hohe Kosten zu.

Die Zahl der Mitglieder der Feuerwehr sei leicht gestiegen. Großalmerode habe 38 Atemschutzgeräteträger (ASGT). Entsprechend der Plätze auf den Autos plus Reserve müsste Großalmerode jedoch 72 ASGT vorweisen können. Neben einem Mangel beim Einsatz könnte das auch Schwierigkeiten bei der Neuanschaffung von Fahrzeugen bereiten.

Die Qualifikationen der Kameraden in der Führungsebene, aber auch in den unteren Dienstgraden sei nicht optimal. „In Laudenbach hatten wir zuwenig qualifiziertes Personal. Zum Glück haben wir externe Unterstützung bekommen“, sagte Junker.

Lobend erwähnte er die Kinderfeuerwehr in Rommerode, die sehr gut besetzt sei. Auch der Jugendfeuerwehr Rommerode gehe es gut. Die Jugendfeuerwehren in Laudenbach und Großalmerode habe man zusammenlegen müssen. Die Kameraden wünschen sich deswegen auch eine bessere Öffentlichkeitsarbeit, berichtet Junker. Es bestehe ein Arbeitskreis aus den Feuerwehrmännern Martin Jilg, Michael Friedrich und Dirk Friedrich, die aktuell an der Erstellung einer neuen Homepage arbeiten.

Im August wurden die Stützpunkte vom technischen Prüfdienst Hessen überprüft, was alle fünf Jahre passiere. Dabei habe Großalmerode relativ gut abgeschnitten. Andere Wehren im Kreis hätten große Probleme gehabt. Bei der Prüfung in Großalmerode seien die Stiefel aufgefallen, denn diese würden nicht der Norm entsprechen. Nach einer Gefahrenbewertung müssten nun die Stiefel der ASGT unverzüglich ausgetauscht werden.

Zudem war das Einsatzleitwagenfahrzeug formal überlastet, da laut den Papieren neun Personen mitfahren durften. „Mit den Geräten war es dann circa 500 bis 600 Kilogramm überlastet“, sagte Junker. Deswegen seien einige Geräte entfernt worden und die Papiere umgeschrieben, sodass nun noch drei Personen mitfahren dürfen.

Weiterhin berichtete Junker, dass das Mehrzwecklöschfahrzeug für Trubenhausen am Donnerstagabend geliefert werden sollte. (Evelyn Ludolph)

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