Zeitreise in die Vergangenheit

Großer Andrang beim Handwerkermarkt auf Burg Ludwigstein

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Spektakulär: Mitglieder des Vereins „Historisches Schwertfechten Nordhessen“ zeigen hier ihr Können. 

Burg Ludwigstein. Großer Besucherandrang herrschte am Sonntag auf der Burg Ludwigstein, wo bereits im fünften Jahr in Folge ein großer Handwerkermarkt ausgerichtet wurde.

„Das hat richtig Spaß gemacht“, sagen Elina und Luan Arifovic wie aus einem Mund. Gerade haben die Zwillinge aus Germerode zusammen mit Bianca Kranz von der Jugendbildungsstätte der Burg Ludwigstein aus Filz kleine Bälle „gefilzt“. Dazu wurde zunächst Schmierseife in Wasser aufgelöst, bis dieses seifig und glitschig war. 

Heißes Eisen: Zusammen mit Simon, dem freireisenden Schmied, bearbeitet der sechsjährige Lennox aus Eschwege ein Stück Metall, das gerade aus dem Feuer geholt wurde.

Dann trennten die Kinder etwas bunte Filzwolle von einem Strang ab und formten es locker zu einer Kugel. Diese tauchten sie dann ins Seifenwasser ein und brachten sie anschließend durch leichtes Drücken und „streicheln“ in Form. Als sie dann die gewünschte Form hatten und nicht mehr ganz so weich waren, drehten Elina und Luan ihre Filzkugeln zwischen den Händen, bis sie fest waren.

Egal ob Ringe schmieden, Textilien bedrucken, Specksteine bearbeiten oder sich in die Künste des Fechtens einführen lassen – für jeden Geschmack und jedes Alter war etwas dabei. Dazu gewährten Steinbildhauer, Metallkünstler und viele andere Handwerker an ihren „lebendigen Werkstätten“ Einblicke in die Welt des Handwerks. 

Hatten Spaß: Unter Anleitung von Bianca Kranz (rechts) haben Luan und Elina Arifovic gerade bunte Kugeln gefilzt. 

Und natürlich konnte auch diesmal wieder nach Herzenslust an den zahlreichen Kunsthandwerkständen gestöbert werden, an denen es von Keramik- und Lederprodukten bis zum kunstvoll gestalteten Messer und zum von Hand gedrechselten Gehstock alles zu kaufen gab.

„Das ist eine ganz großartige Veranstaltung“, lobte Besin Arifovic, während seine beiden Kinder noch mit dem Filzen beschäftigt waren. Er war zum ersten Mal auf der Burg Ludwigstein. „Hier wird für die ganze Familie etwas geboten“, meinte der Germeröder, der besonders von den Burgführungen angetan war, die den ganzen Tag über kostenlos angeboten wurden. „Das war sehr interessant und da wurde alles richtig gut erklärt.“

Maßarbeit: Am Stand des Bauhüttenkreises zeigten Zimmerleute, wie man aus großen Schieferstücken kleine Herzen schlägt.

Ein Lob gab es auch für den ebenfalls kostenlosen Shuttleservice vom Parkplatz an der Bundesstraße 27 zur Burg. „Nach oben haben wir den sehr gerne genutzt, runter werden wir dann aber zu Fuß gehen“, meinte Arifovic.

„Wir freuen uns sehr, dass angesichts der starken Konkurrenz etwa mit dem Treppen, Keller, Hinterhöfe in Witzenhausen so viele Menschen zu uns auf die Burg gekommen sind“, sagte Mitorganisator Jens Ehrhardt. Das zeige, dass das Konzept aufgegangen sei.

„Ein ganz wichtiger Aspekt dabei ist, dass sich die vielen Ehrenamtlichen, die das ganze Jahr über dazu beitragen, die Burg zu erhalten, hier einmal der breiten Öffentlichkeit präsentieren können“, sagte Ehrhardt.

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