Modelleisenbahn

Um eine Attraktion reicher: Grundschule Hundelshausen hat eine Insel mit zwei Bergen

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Modelleisenbahn der Grundschule Hundelshausen: Die AG-Teilnehmer mit Waldemar Rescher (hinten) und Axel Demandt (vorne knieend)

Hundelshausen/Witzenhausen – Die Modelleisenbahn-Arbeitsgemeinschaft (AG) der Gelstertal-Grundschule in Hundelshausen ist um eine Attraktion reicher.

Wenn die kleine Dampflok Emma auf der selbst gebauten und der aus „Jim Knopf und Lukas, der Lokomotivführer“ bekannten Filmkulisse nachempfundenen Insel Lummerland ihre Kreise zieht, dann sind die jungen AG-Teilnehmer mächtig stolz.

Kein Wunder – denn die Grundschüler selbst hatten die Idee zum Bau der Insel. „Als zu Beginn des Schuljahres bekannt wurde, dass die Firma Märklin anlässlich des Kinofilms ein Starterpaket mit Emma und den beiden Figuren Jim Knopf und Lukas herausbringt, fragten die Kinder, ob wir nicht Lummerland bauen wollten“, sagen Schulleiter Waldemar Rescher, der auch die Modelleisenbahn-AG leitet, und Axel Demandt vom Modelleisenbahnclub (MEC) Witzenhausen, der seit knapp vier Jahren jeden Freitagnachmittag bei der AG dabei ist und Rescher und den Schülern mit Rat und Tat zur Seite steht.

Modelleisenbahn der Grundschule Hundelshausen: Die kleine Dampflok Emma an ihrem Heimatbahnhof auf der Insel Lummerland.

„Diese Idee fanden wir so großartig, dass wir bald mit den Planungen begannen“, so Rescher. Dabei seien die AG-Teilnehmer – derzeit 15 Jungen aus den dritten und vierten Klassen – ebenso eingebunden gewesen wie bei den ersten Bauschritten. „Dann aber musste plötzlich alles ganz schnell gehen“, sagt Axel Demandt. Nachdem er als Vorsitzender des MEC Witzenhausen anlässlich des 65-jährigen Bestehens des Vereins für Anfang Januar eine Einladung zur Fernsehsendung „hallo Hessen“ nach Frankfurt bekommen hatte und dort „Lummerland“ präsentieren wollte, waren er und Waldemar Rescher wegen der inzwischen angebrochenen Weihnachtsferien gezwungen, die Insel im Alleingang fertig zu bauen.

3-D-Puzzle als Vorlage

Sie nutzten zwischen den Feiertagen jede freie Minute und schafften das schier Unmögliche. Mit einem 3-D-Puzzle der Filmkulisse als Vorlage, schufen sie aus jeder Menge Sperrholz, Gips und Leim ein rund zwei Meter langes, einen Meter breites und einen Meter hohes sowie 30 Kilogramm schweres Modell.

„Eine Insel mit zwei Bergen und dem tiefen weiten Meer, mit viel Tunnels und Geleisen und dem Eisenbahnverkehr“, heißt es zu Beginn des aus der Augsburger Puppenkiste bekannten Lummerland-Liedes. Und genau das sieht man jetzt – inklusive einem kleinen Bahnhof und dem ebenfalls im Lied besungenen gemütlichen Palast.

„Als wir Emma zum ersten Mal über die Insel fahren ließen, waren alle AG-Kinder total begeistert“, sagt Axel Demandt. Ähnlich groß sei die Begeisterung auch beim Fernsehteam des Hessischen Rundfunks gewesen, nachdem das Lummerland die Fahrt nach Frankfurt im eigens dafür ausgeliehenen Kleintransporter gut überstanden hatte.

„Diese erste öffentliche Präsentation im Rahmen eines für uns doch ziemlich aufregenden, am Ende aber sehr angenehmen Live-Fernsehauftritts war doch etwas ganz Besonderes“, erinnert sich Demandt gerne an den 4. Januar zurück.  

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