Helfer schauen Film

Abschlussabend für „Dich schickt der Himmel“-Ehrenamtliche

Die Geschenke für die Helfer präsentieren die Organisatoren Pfarrer Dr. Christian Schäfer (Zweiter von links) mit Christina (von links), Nils und Henner Gädtke.
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Die Geschenke für die Helfer präsentieren die Organisatoren Pfarrer Dr. Christian Schäfer (Zweiter von links) mit Christina (von links), Nils und Henner Gädtke.

Für Witzenhausens Corona-Helfer gab es am Mittwoch einen Dankeschön-Abend.

Witzenhausen – Rund 100 Ehrenamtliche haben in 536 Tagen 271 Aufträge abgearbeitet. Auf diese stolze Bilanz kommt das Projekt „Dich schickt der Himmel“, das von März 2020 bis 31. August 2021 lief, um Menschen während der Corona-Pandemie unter anderem mit Einkäufen zu versorgen.

Zum Dank hatten die Organisatoren Pfarrer Dr. Christian Schäfer sowie die Geschwister Christina, Henner und Nils Gädtke die Helfer für Mittwoch zu einem Filmabend eingeladen – rund 30 schauten nicht nur die französische Komödie „Ein Dorf sieht schwarz“, sondern wurden in der Hundelshäuser Kirche auch mit Popcorn und Getränken versorgt.

Als am 12. März vergangenen Jahres der Lockdown kam, hätten sich alle vier gedacht, „da muss man was tun“, und abends telefoniert, berichtet Schäfer. Durch Henner Gädtkes Ehrenamt als Vorsitzender des Kreisjugendrings, Christinas und Nils Gädtkes Engagement bei den Pfadfindern der DPSG und Schäfers Arbeit als Pfarrer sei schnell der Gedanke gekommen, dass beide Organisationen und die Kirche so gut vernetzt seien, um genügend Helfer zusammenzubekommen. Nach zwei Tagen ging die erste Ankündigung ins Internet. Nach fünf Tagen war eine Telefonnummer geschaltet, bei der mehr als 500 Anrufe eingingen – nicht nur für Einkaufsbitten, auch von Menschen, die jemanden zum Reden brauchten. Auch ein Spendenkonto war fix erstellt. Von dem eingehenden Geld habe man in den wenigen Fällen, die sich wegen Corona die Einkäufe nicht leisten konnten, die Rechnung beglichen, berichtet Nils Gädtke. Die Kosten für den Flyerdruck bezahlte die Verwaltung. Zudem gab es von der Volksbank 1000 Euro, die für Organisatorisches genutzt wurden.

Kritik übte Schäfer an Witzenhausens Bürgermeister Daniel Herz. Von diesem hätte er sich gewünscht, dass dieses außergewöhnliche Ehrenamt gewürdigt werde, was nicht geschehen sei.

Gewürdigt wurden am Mittwochabend aber die anwesenden Helfer. Allen voran Jutta Schneider, die mit 24 Einkaufsfahrten die meisten Einsätze hatte. Die 7 Ehrenamtlichen, die mehr als 10 Mal geholfen haben, erhielten einen Präsentkorb der Tourist-Information, alle anderen Anwesenden einen 15-Euro-Einkaufsgutschein.

Eine besondere Überraschung erwartete die Gädtke-Geschwister. Die Landtagsabgeordneten Hans-Jürgen Müller und Felix Martin von den Grünen sowie ihre SPD-Kollegen Karina Fissmann und Knut John hatte jeweils 100 Euro zur Verfügung gestellt. Dieses Geld dürfen die drei – als Dank für ihr außergewöhnliches Engagement – an ein „Herzensprojekt“ spenden. (nde)

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