Herzdame Marlene Schrader erhält Ehrenbrief des Landes Hessen

Hohe Auszeichnung: Bürgermeisterin Angela Fischer (rechts) überreicht Marlene Schrader den Ehrenbrief des Landes Hessen. Mit ihr freuen sich Tochter Sabine und Schwiegersohn Volker Sthamer. Foto: Cortis

Witzenhausen. Sie sei „ein tolles Vorbild für alle Menschen, denen die Stadt wertvoll ist“, und habe wesentlich dazu beigetragen, Witzenhausen noch etwas lebenswerter zu machen.

Mit diesen Worten hat Bürgermeisterin Angela Fischer das vielfältige ehrenamtliche Engagement gewürdigt, als sie am Montagabend im Namen des hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier den Ehrenbrief des Landes an Marlene Schrader verlieh. Die heute 80-jährige „Herzdame“ ist als Mitgründerin und Motor der Bürgerinitiative „Ein Herz für Witzenhausen“, kurz „Herzdamen“ genannt, weiten Teilen der Bevölkerung bekannt.

Während der Feierstunde, an der im Rathaus neben Familienangehörigen auch zahlreiche Weggefährtinnen Marlene Schraders sowie Repräsentanten von Magistrat und Stadtparlament teilnahmen, erinnerte die Verwaltungschefin an die Anfänge der Bürgerinitiative, für die der Grundstein vor mehr als 13 Jahren bei einem Frühjahrsputz in der Stadt gelegt worden war. Witzenhausen zum Blühen zu bringen, sei Ziel gewesen, als zunächst Blumenkübel angeschafft und bepflanzt wurden. Aus diesem ehrenamtlichen Einsatz hätten sich große Projekte entwickelt, wie die Umgestaltung des Alten Parks mit Springbrunnen, die Anlage des Generationenspielplatzes im Stadtpark oder die Anschaffung der Laternenampeln, die jedes Jahr mit Geranien bepflanzt werden.

Für Marlene Schrader sei „keine Arbeit zu schwer, kein Weg zu weit und kein Ziel zu hoch“ gewesen und mit Beharrlichkeit habe sie es geschafft, immer neue Mitstreiter zu finden. Dafür gebühre ihr „Riesenrespekt“, so die Bürgermeisterin. In Stöckheim bei Northeim geboren, wurde Marlene Schrader mit 29 Jahren zur „Witzenhüsserin“, nachdem ihr Mann Heinz ein Jahr zuvor als Leiter der EAM in die Kirschenstadt versetzt worden war.

1985 wurde sie in den Vorstand des örtlichen Hausfrauenverbandes gewählt, dessen Vorsitz sie vier Jahre später übernahm. Lange Zeit arbeitete sie auch ehrenamtlich als „grüne Dame“ im Krankenhaus. Damit nicht genug. Schon kurz nach dem Fall der innerdeutschen Grenze nahm die damals 55-Jährige Kontakt zu Heiligenstadts Bürgermeister Bernd Beck auf, gründete in dieser thüringischen Nachbarkommune den Hausfrauenverband.

Grund genug, dass nach Angela Fischer auch Stadtrat Michael Craciun, der stellvertretende Stadtverordnetenvorsteher Jörg Losemann und die Stadtverordnete Beate Oetzel Lobreden auf Schrader folgen ließen. „Ich nehme die Auszeichnung im Namen aller an, die über Jahrzehnte mit mir zusammengearbeitet haben“, blieb Marlene Schrader in ihrer Erwiderung bescheiden und fügte hinzu: „Es macht mir Spaß, für die Stadt was zu tun.“ (zcc)

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