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Hessisch Lichtenau feiert 50 Jahre Verschwisterung mit Dessel in Belgien

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Von: Wiebke Huck

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Gruppe © zum Geburtstag: Gäste und Gastgeber während der Feierlichkeiten zum 50-jährigen Bestehen der Freundschaft zwischen Hessisch Lichtenau und Dessel in Belgien. Foto: Stadt Hessisch Lichtenau

Mit einem Jahr coronabedingter Verspätung feierten die Städte Hessisch Lichtenau und das Belgische Dessel jetzt ihre 50-jährige Verschwisterung. In der letzten Augustwoche reiste eine 40-köpfige Delegation nach Belgien, um die langjährige Freundschaft zu feiern.

Hessisch Lichtenau – „Eigentlich besteht die Verschwisterung mit Dessel bereits seit 1971“, sagt dazu Hessisch Lichtenaus Bürgermeister Dirk Oetzel, der beim Besuch der belgischen Partnerstadt dabei war. Allerdings habe die Corona-Pandemie 2021 die Planung größerer Veranstaltungen verhindert, sodass im Oktober des vergangenen Jahres im Rahmen einer kleinen Feierstunde in Hessisch Lichtenau lediglich Urkunden ausgetauscht werden konnten. „Umso größer war die Vorfreude auf das Festwochenende in Dessel, das unsere Freunde in gewohnter Manier mit einem umfangreichen Programm vorbereitet hatten“, so Oetzel weiter.

Zum Auftakt des Verschwisterungswochenendes wurde der deutsche Besuch im Sportpark Dessel bei Snacks und Getränken offiziell begrüßt. Eine Dia-Präsentation erinnerte an die erste gemeinsame Radtour „Fahren für Europa“ im Jahr 1991 und andere Begegnungen der beiden Städte. Besonders zu betonen sei, so Dirk Oetzel, dass drei Teilnehmer auch in diesem Jahr traditionell die 400 Kilometer lange Strecke nach Dessel mit dem Fahrrad zurückgelegt hatten.

Der zweite Tag des Feierwochenendes stand ganz im Zeichen der Verschwisterung. Im Tabloo, einem Informationszentrum zur Lagerung von radioaktiven Abfällen, wurde laut Oetzel im Rahmen eines Festaktes der 50-jährigen Verschwisterung gedacht und durch Ansprachen der europäische Gedanke ins Gedächtnis gerufen. Vorangegangen war eine fünf Kilometer lange Wanderung entlang der Anlagen für die Aufbereitung und Bergung von hoch- und niedrigradioaktiven Abfällen.

Neben den Altbürgermeistern Jürgen Herwig und Michael Heußner aus Hessisch Lichtenau sowie Michael Meus aus Dessel wurden auch Frauen und Männer der ersten Stunde, deren Namen mit der Verschwisterung eng verbunden sind, zu den Feierlichkeiten begrüßt.

Nach Ansprachen und dem Austausch der Geschenke sorgten das „Vocaal Ensemble Vocarde“ und das „Accodenorkest Desselina“ für ein abwechslungsreiches, musikalisches Abendprogramm, so Oetzel.

Am Samstag boten die Gastgeber die Möglichkeit, Dessel und Umgebung mit dem Fahrrad zu erkunden sowie an „Dessel swingt“, dem dortigen Traditionsfest, teilzunehmen. Vor der Heimreise am Sonntag gab es eine Wanderung durch das Zentrum von Dessel.

Nicht unerwähnt bleiben soll, so Dirk Oetzel, dass Veronika Kühlborn ihren 80. Geburtstag und Helmut Riemenschneider, der Initiator der Verschwisterung, seinen 84. Geburtstag am Festwochenende in Dessel begehen konnten.  (hbk)

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