Reisebericht über Schulalltag

Hilfe für Schüler in Witzenhausens ugandischer Partnerstadt

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Reisebericht: Paul Bellinghausen (von links), Sabine Jacobs, Irene Beike, Ekkehard Beike und Bettina Heimerdinger erzählten am Mittwoch im Eine-Welt-Laden von ihrer Tour nach Uganda.

Witzenhausen – Nähen lernen, an einer 60 Jahre alten Nähmaschine, eine Mechanikerklasse, die sich einen einzigen Werkzeugkasten teilen muss und künftige Sekretärinnen, denen während ihrer Ausbildung kein einziger Computer zur Verfügung steht.

So sieht es am Mirembe Vocation Training Institute (MVTI) in Kayunga in der ostafrikanischen Republik Uganda aus. Die Schule wird größenteils durch Spenden aus Deutschland finanziert.

Einen Einblick in den Schulalltag lieferte der Reisebericht von Paul Bellinghausen und Sabine Jabobs am Mittwochabend im Eine-Welt-Laden in Witzenhausen. Sie hatten die Schule im Sommer zusammen mit einer Reisegruppe aus dem Arbeitskreis Eine Welt-Witzenhausen besucht und schilderten am Mittwoch ihre Erfahrungen.

In Kayunga begrüßt wurde die Gruppe vom Bürgermeister und seiner Vertreterin, der Frauenanteil im Stadtparlament sei groß, erzählte am Sabine Jacobs. Dann stand ein gemeinsamer Rundgang durch die Schule auf dem Programm, die Besucher erhielten Einblick in die verschiedenen Ausbildungszweige, durften Schülern und Lehrern über die Schulter gucken und ließen sich vom Schulleiter erklären, woran es der Schule am meisten fehlt. Elektrische Nähmaschinen würden sich die angehenden Schneiderinnen wünschen. Sie lernen an mechanischen Geräten, für die es kaum noch Ersatzteile gibt.

Eine sogenannte Overlock-Maschine wäre das Größte für den Ausbildungszweig aber für die Schule unerschwinglich. Die angehenden Friseurinnen hingegen würden sich eine Trockenhaube für ihren Salon wünschen, denn auch hier ist de Ausstattung auf das Nötigste beschränkt.

Die Berufsschule, die auch Internat ist, bietet jungen Menschen, vor allem aus einkommensschwachen Familien die Chance durch eine Berufsausbildung ihre Lebensbedingungen zu verbessern. Der Bedarf an ausgebildeten Fachkräften in Uganda ist groß, eine betriebliche Ausbildung wie in Deutschland gibt es allerdings nicht. Auch dem Arbeitskreis Eine-Welt liegt die Schule in Uganda sehr am Herzen, er unterstützt das Institut bereits seit vielen Jahren mit regelmäßigen Geldspenden, seit 2003 gibt es ein Lehrerpatenschaftsprogramm.

Viele junge Menschen haben dank der Schule eine Anstellung gefunden und können sich und ihre Familien ernähren. Während des Besuchs der Witzenhäuser Reisegruppe erhielten 28 Schüler nach drei Jahren lernen ihre Zertifikate.

Spendenkonto Mirembe:Arbeitskreis Eine Welt, Sparkasse Werra-Meißner IBAN: DE94 5225 0030 0050 0064 28

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