Wieder Hilfe bei psychischen Erkrankungen für Kinder und Jugendliche

Anlaufstelle: Die Leiterin der kinder- und jugendpsychiatrische Ambulanz in Witzenhausen, Jutta Henning, ist Pädiaterin (Fachärztin für Kinderheilkunde) und Psychiaterin. Foto:  Shuhaiber

Witzenhausen. Nach knapp zweijähriger Pause gibt es mit der Institutsambulanz jetzt wieder eine Anlaufstelle für Kinder und Jugendliche.

Traumabewältigung, Trennungsangst, ADHS, Suchterkrankungen, Essstörungen, Depressionen, Psychosen: Die Liste der psychischen Erkrankungen, die bereits im Kindes- und Jugendalter auftreten können sind lang. Nach knapp zweijähriger Pause gibt es mit der Institutsambulanz jetzt wieder eine Anlaufstelle für Kinder und Jugendliche.

Die Institutsambulanz musste Ende 2012 geschlossen werden, weil eine Gesetzesänderung dazu geführt hatte, dass die Kassenärztliche Vereinigung die Ermächtigung für sie nicht verlängerte. Seither hatte die kinder- und jugendpsychiatrische Ambulanz Eschwege die Lücke geschlossen. Nun können Kinder und Jugendliche ab dem Säuglingsalter bis zum Alter von 18 Jahren wieder am Standort Witzenhausen Hilfe und Unterstützung erhalten. Jutta Henning ist die neue Leiterin der Ambulanz und erleichtert, dass die Ambulanz wieder eröffnet wurde. Einen niedergelassenen Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie gibt es in der näheren Umgebung nicht.

Die Pädiaterin (Kinderärztin) und Psychiaterin arbeitet bereits seit 24 Jahren mit Kindern. Zuletzt war sie als Oberärztin in der kinder- und jugendpsychiatrischen Vitos-Klinik in Bad Wilhelmshöhe (Kassel) tätig. Henning ist 55 Jahre alt und lebt in Hann. Münden. In ihrem Team arbeiten außerdem eine Arztsekretärin und eine Psychologin. „Wir verstehen uns als niederschwelligen Anlaufpunkt“, sagt Henning, die für Krisen auch immer einen Notfalltermin freihält - die Institutsambulanz setzt auf rasche Erstbetreuung: „Wir wollen so schnell wie möglich helfen. “Zum Leistungsspektrum der Ambulanz gehören neben der Diagnostik auch die Erstintervention und das Angebot der Kurzzeittherapie. „Wir verstehen uns als ersten Anlaufpunkt und Schaltstelle“, sagt die Psychiaterin, die über ein gutes Netzwerk verfügt und eng mit Kinder- und Hausärzten sowie Psyschotherapeuten zusammenarbeitet, um für jeden Patienten die richtige Therapie zu ermöglichen. Auch Schulen werden in die Arbeit mit einbezogen.

Von Alia Shuhaiber

Kontakt: Vitos kinder- und jugendpsychiatrische Ambulanz Witzenhausen, Walburger Str. 38, Tel. 0 55 42/5 00 37 00. Die Ambulanz ist montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr telefonisch erreichbar.

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