Hundelshäuserin Gabriele Geschwindner schreibt Romane mit regionalem Bezug

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Wilder Westen im Werra-Meißner-Kreis: Wie auch ihre bisherigen drei Bücher spielt die Handlung des vierten Romans von Gabriele Geschwindner in Hundelshausen.

Hundelshausen. Eine Wildwest-Geschichte, die in Hundelshausen spielt? Gabriele Geschwindner hat sie geschrieben. Es ist bereits ihr vierter Roman mit regionalem Bezug.

Karolina ist die Besitzerin einer wild-westlichen Rodeo-Ranch. Zu der gehören ein Saloon und ein Hinterzimmer, in denen die junge Frau Heilpulver- und Salben herstellt. Zwischen dem Kampf gegen intrigante Geschäftsgegner und der Verführung durch drei Cowboys, erlebt die Heldin aus Gabriele Geschwindners viertem Roman, „Saloon Magia“, einige Abenteuer, die alle in Hundelshausen spielen.

Denn da wohnt die Schriftstellerin, der die Idee zum Buch beim Anblick des Grünen Sees am Ortsrand kam. „Von Zuhause kann ich direkt auf den See schauen. Früher habe ich mir oft vorgestellt, dass er eine Ranch ist“, sagt Geschwindner lachend.

„Reich wird man natürlich mit einem Selbstverlag nicht, aber das Schreiben macht mir so viel Spaß, dass ich es auch weiterhin machen werde.“

Ihre Nachbarn und Leser aus dem Ortsteil kann sie beruhigen: Obwohl die Handlung in Hundelshausen, im Buch Witz-Hu genannt, spielt, nutzt sie niemanden aus ihrer Umgebung als Vorbild für Figuren. „Meine Helden und alle anderen Personen in meinen Geschichten sind frei erfunden“, versichert Geschwindner. Inspiration finde sie meist beim Anblick von Landschaften und in ihrem Alltag.

Das Genre Western war der 52-Jährigen dabei weitestgehend unbekannt, denn sie selbst lese Romane aus allen Gattungen - außer Western. „Es hat sich so ergeben. Ich finde, dass man alles ausprobieren muss, damit man sieht, ob man es auch kann“, meint die Autorin. Vor einem Jahr beschloss die Hundelshäuserin, ihre Idee zum jüngsten Roman umzusetzen und stellte das Buch im Juni vergangenen Jahres fertig. Bis zur Veröffentlichung über das Book-on-Demand-Verfahren (zu deutsch: Buch auf Bestellung) war es ein langer Weg, den Geschwindner aber bereits kennt. Seit 2003 schreibt die ehemalige Bankangestellte schon Romane und alle spielen im Werra-Meißner-Kreis.

Ihren ersten Roman schickte sie noch als Manuskript an bekannte Verlage, erhielt aber keine Chance auf eine Publikation. „Ich bin froh, dass es so passiert ist“, stellt Geschwindner fest, „denn so habe ich miterleben können, wie viel Arbeit es macht, ein Buches zu veröffentlichen.“ Von der Niederschrift bis zur Umschlaggestaltung mache sie alles selbst. Ihre fertigen Bücher verkauft sie über Amazon. Für den Einband stand ihre Tochter Modell.

„Reich wird man natürlich mit einem Selbstverlag nicht, aber das Schreiben macht mir so viel Spaß, dass ich es auch weiterhin machen werde. Das nächste Mal schreibe ich vielleicht ein Kinderbuch“, überlegt die Hundelshäuserin. Außerdem hegt sie noch eine zweite Leidenschaft: Das Malen mit Ölfarbe. 

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