Impulse für fairen Handel

Ausstellung „Hessen fairändert“ in Witzenhausen eröffnet

Werben für fairen Handel: Valentina Binder (von links), Anna-Gertrud Siekmann und Frank Herrmann.
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Werben für fairen Handel: Valentina Binder (von links), Anna-Gertrud Siekmann und Frank Herrmann.

Rund um den fairen Handel dreht sich eine Ausstellung, die jetzt im Witzenhäuser Rathaus eröffnet wurde.

Witzenhausen – „Hessen fairändert“ heißt eine Wanderausstellung des Vereins „Weltläden in Hessen“, die am Donnerstag im Rathaussaal von Witzenhausen eröffnet wurde.

„Mit der Ausstellung sollen Nachhaltigkeit und fairer Handel in Hessen bekannter und Impulse für ein lokales Handeln gesetzt werden“, warben Christina Pflaum und Christina Schlag vom Verein „Weltläden in Hessen“ per Video-Botschaft zum Besuch der Ausstellung, die von 35 Personen besucht wurde.

In der Ausstellung werden neun unterschiedliche Themenfelder aus der globalen Welt betrachtet. Sie nimmt Bezug auf hessische Initiativen, die sich für eine Verbesserung in dem jeweiligen Themengebiet einsetzen. So werden weltweit fast zwei Billionen Dollar für Rüstungsgüter ausgegeben, aber nur ein Zehntel des Betrags zur Bewältigung von Hunger, Armut und Not. Da dieser Zustand teilweise durch Kriege ausgelöst wird, werden die Arbeit des Kasseler Friedensforums sowie von „Gewaltfrei Handeln“ in Diemelstadt vorgestellt.

In der Welt des fairen Handels wird auf die Verbesserung der Lebensumstände von Kleinbauern und auf die Arbeit des Witzenhäuser und des Groß-Umstädter Weltladens eingegangen. Weitere Themengebiete der Ausstellung sind der Welthandel und die Ausbeutung, die Ernährungssouveränität, das gute Leben für alle, die Geschlechtergerechtigkeit, Flucht und ihre Ursachen sowie der Klimawandel. „Durch die Verknüpfung mit lokalen Initiativen und das bewusstere Handeln kann sich jeder auf lokaler Ebene für das eine oder andere Thema einsetzen“, heißt eine Botschaft in der Rubrik „Globaler Blick und lokales Handeln“.

„Wir müssen aus unserer Bequemlichkeit herauskommen und die Lücke zwischen Wollen und Tun schließen“, warb der Referent und Buchautor Frank Herrmann für ein verstärktes Engagement jedes Einzelnen. Er selbst hat viele Jahre in Lateinamerika Entwicklungsprojekte geleitet und Hunger und Armut erlebt. In seinem authentischen Vortrag ging er auf die Situation der Kleinbauern im globalen Süden, den Welthandel, die Klimaveränderungen sowie die Ernährungssituation in Europa ein. „Insbesondere bei der Mobilität, der Energie und der Lebensmittelversorgung kann jeder etwas tun“, so Herrmann.

„Sofern es die Pandemie zulässt, soll die Wanderausstellung in einem öffentlich zugänglichen Raum präsentiert werden. Derzeit ist sie im Rathaus nur den Mitarbeitern und Politikern der Stadt vorbehalten“, sagten die Organisatorinnen der Ausstellung, Anna-Gertrud Siekmann vom Weltladen und Valentina Binder von der Kommunalen Entwicklungspolitik der Stadt. Aktuell suchen sie einen Raum für eine öffentliche Ausstellung. (znb)

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