Co-Working und Kinderbetreuung

In Witzenhausen soll ein neues Innovationszentrum entstehen

Das Gebäude des Bürgerbüros
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Zentral und geräumig: Als möglicher Standort des geplanten Innovationszentrums ist das Gebäude im Gespräch, in dem auch das Bürgerbüro zu finden ist.

Witzenhausen – Die Stadt Witzenhausen soll ein Konzept und eine Kostenkalkulation für ein neues Innovationszentrum erstellen lassen. Einem entsprechenden Antrag der Fraktion Bunte Liste „Alternativen für Witzenhausen“ stimmte die Stadtverordnetenversammlung am Dienstag einstimmig zu.

Der Antrag sieht vor, dass das Innovationszentrum an einem „zentralen und geräumigen Ort“ in der Innenstadt entstehen soll. „Neben dem Einzelhandel sind auch Freiberufler und Selbstständige in existenzielle Schwierigkeiten geraten“, heißt es in dem Antrag. Die Folgen der Maßnahmen im Rahmen des Infektionsschutzes verstärkten einen Trend. Im Bereich des Austauschs zwischen Gründern und Mitarbeitern der Stadtverwaltung würden die Herausforderungen in Bezug auf fehlende Vernetzung und Kooperation als größter Handlungsbedarf gesehen. Entsprechendes Engagement könne einerseits durch die „Wirtschaftsförderung 4.0“ geleistet werden, brauche aber auch politische, langfristig wirksame Signale.

Co-Working-Spaces in Gründungszentrum

„Die Krise sollte nun als Chance genutzt werden, bereits länger existierende Pläne schnell in die Umsetzung zu bringen“, sagte Bunte-Liste-Sprecherin Silvia Hable. Die Einrichtung eines Gründungszentrums mit „Co-Working-Spaces“ werde schon länger von verschiedenen Akteuren verfolgt. „Ein gemeinschaftlich nutzbarer Arbeitsort im Herzen der Stadt entlastet Familien und bietet gleichermaßen Potenzial für unternehmerische Synergien und neue Geschäftsideen“, so Hable. Der Werra-Meißner-Kreis und vor allem Witzenhausen verzeichneten seit Jahren einen Zuwachs an gut ausgebildeten jungen Menschen und Familien, die wieder naturnah und zu erschwinglichen Preisen leben wollten. Oft handele es sich dabei um Menschen mit Universitätsabschlüssen, die vor Ort aber kaum geeignete Arbeitsstellen fänden.

Anlaufstelle für Förderanfragen, Veranstaltungen und Fachvorträge

„Mit der Gründung eines Innovationszentrums in städtischer Hand schafft Witzenhausen die Möglichkeit, neues, kreatives Kapital zu fördern, so dass sich innovative Konzepte für die lokale Wirtschaft entwickeln und die Innenstadtnutzung von hier aus gemeinsam neu gedacht werden kann“, heißt es in dem Antrag weiter.

Das Innovationszentrum solle als Anlaufstelle für Förderanfragen und Veranstaltungen dienen, Fachvorträgen und Gründerstammtischen Raum für die Ideenentwicklung geben und gleichzeitig bestehende Kleinunternehmen in ihrer Arbeit unterstützen sowie Arbeitsräume mit der Möglichkeit flexibler Kinderbetreuung zur Verfügung stellen.

Als möglicher Sandort ist das Verwaltungsgebäude Walburger Straße 2 gegenüber dem Rathaus im Gespräch, im selben Haus ist auch das Bürgerbüro untergebracht.

Von Per Schröter

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