Hilfe für Kinder

Jaschka Nicol aus Witzenhausen leistet ein Jahr Freiwilligendienst in Afrika

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Da geht’s hin: Jaschka Nicol zeigt auf der Afrika-Karte, wo er ab September für ein Jahr seinen internationalen Jugendfreiwilligendienst ableisten wird.

Witzenhausen. Wenn Jaschka Nicol am 3. September den Flieger in Richtung Süden besteigt, dann geht es für ihn nicht in den Urlaub.

Der 17-jährige Witzenhäuser, der gerade sein Abitur mit dem Traum-Durchschnitt von 1,0 abgelegt hat, reist nach Sambia in Südafrika, wo er im Zuge des internationalen Jugendfreiwilligendienstes (IJFD) ein Jahr leben und arbeiten wird.

„Ich bin unheimlich gespannt und freue mich gleichzeitig sehr auf die Zeit, die vor mir liegt“, sagt Jaschka, für den es ins nur acht Kilometer nördlich der Victoriafälle gelegene Livingstone geht. Dort wird er zusammen mit anderen Freiwilligen innerhalb eines „weltwärts-Projektes“ an zwei Schulen tätig sein. „Meine Aufgabe in diesem Projekt wird es sein, vormittags in der Schule die Lehrer hauptsächlich im Sportunterricht zu unterstützen und diesen durch meine eigenen Ideen weiterzubringen“, sagt Jaschka. Ein Hauptaugenmerk liege dabei auf dem Schwimmunterricht.

„Den Kindern auch aus sozial schwächeren Schichten das Schwimmen beizubringen spielt eine große Rolle, da jedes Jahr viele Kinder aufgrund mangelnder Schwimmfähigkeiten im nahe gelegenen Sambesi River ertrinken.“ Nach der Schule werde dann Zeit sein, entweder schulische Projekte eigenständig weiterzuführen oder bei externen Projekten etwa das SOS-Kinderdorf im sportlichen Bereich zu unterstützen.

Bei den Projekten geht es um Sport

Dass es ihm bei den Projekten im Rahmen seines Freiwilligendienstes ausschließlich um Sport geht, kommt nicht von ungefähr. „Sport spielte in meinem Leben schon immer eine große Rolle“, erzählt der 17-Jährige, der seit zwölf Jahren beim SSV Witzenhausen Fußball spielt, zwischenzeitlich fünf Jahre den Tennisschläger schwang und dazu seit frühester Jugend bei der Freiwilligen Feuerwehr aktiv ist, wo er inzwischen der aktiven Abteilung angehört. Weil sein geplantes Biochemie-Studium für ihn noch zu früh sei, habe er sich im Internet schlaugemacht, wie er beim Freiwilligendienst soziales Engagement und Sport am besten miteinander kombinieren kann.

Bei seinen Recherchen stieß er dann auf den Sportverein ASC Göttingen, der in Kooperation mit der Sportjugend Niedersachsen als Entsendeorganisation gezielt sportorientierte Projekte im „weltwärts“-Programm des Bundes anbietet.

„Neben dem Sport freue ich mich auf das Land und die afrikanische Kultur“, sagt Jaschka, der sich selbst als „neugierigen Menschen“ bezeichnet. Angst vor zu großem Heimweh hat der 17-Jährige, der schon einmal für vier Wochen zum Schüleraustausch in den USA war, nicht, obwohl er seine Familie und Freunde vermissen werde.

Sponsoren können Projekt unterstützen

Weil das Förderprogramm „weltwärts“ zu 75 Prozent durch öffentliche Mittel des Bundes finanziert wird, die restlichen 25 Prozent (in Jaschkas Fall rund 2300 Euro) aber von den Teilnehmern über Spenden oder durch Sponsoren aufgebracht werden müssen, bittet Jaschka Nicol die Witzenhäuser um Mithilfe.

 „Was mich besonders an meinem Projekt begeistert, ist die Kombination aus sozialem Engagement und dem Sport“, sagt er. Die Idee, dass Sport Menschen hilft, mit schwierigen Lebenssituationen besser umzugehen und gleichzeitig die eigenen Interessen und Leidenschaften zu entwickeln und zu leben, finde er großartig. „Ich denke, dass Sport vieles verändern kann“, sagt Jaschka. 

„Durch Sport empfindet man Glück, lernt wichtige Werte wie Toleranz und Respekt, und besonders in Mannschaftssportarten lernt man, als Team gemeinsam zu verlieren und zu gewinnen.“ Diese Erfahrungen seien persönlich sowie gesellschaftlich besonders wertvoll, und genau deswegen könne Sport in Menschen so viel Positives bewirken und damit letztendlich die Welt verändern. 

Über seine Erfahrungen während seines Afrikaaufenthaltes wird Jaschka Nicol einen Blog schreiben, in dem es auch eine Sponsorenliste geben wird. 

Weitere Informationen (auch zum Spendenkonto) gibt der 17-Jährige per E-Mail unter jaschka-in-sambia@gmx.de.

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