Corona-Bilanz weist überdurchschnittliche Sterberate aus

Jeder 27. im Werra-Meißner-Kreis hatte das Virus

Corona-Virus als Zeichnung
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Jeder 27. im Werra-Meißner-Kreis hatte das Coronavirus

Von den knapp mehr als 100 000 Einwohnern im Landkreis sind seit Mitte März vorigen Jahres 3,68 Prozent vom Covid-19-Virus angesteckt worden, also jeder 27.

Bedingt durch die demografische Situation im Landkreis sei aber leider gleichzeitig eine überdurchschnittliche Sterberate zu verzeichnen. Diese liegt bei den mit Corona Infizierten bei 4,26 Prozent, während der Landesdurchschnitt 2,57 Prozent und der Bundesdurchschnitt 2,42 Prozent beträgt. 157 Menschen im Werra-Meißner-Kreis starben seit Frühjahr 2020 entweder an oder mit dem Virus. 116 von ihnen waren 80 Jahre und älter, 29 zwischen 70 und 79 Jahre alt.

Bei den über 79-Jährigen wurde bei der Auswertung auch der höchste Anteil an Angesteckten festgestellt: 5,77 Prozent. Von diesen starben 73,89 Prozent, also drei von vier Infizierten.

Der jüngste Mensch, der dem Virus zum Opfer fiel, war Anfang 30, auch in der Gruppe der infizierten 50- bis 54-Jährigen gab es einen Todesfall. Alle anderen waren 55 und älter.

Die allgemeine Sterberate im Kreis wird mit 0,16 Prozent angegeben, die in Hessen mit 0,12 und in Deutschland mit 0,11 Prozent.

Angesichts deutlich zurückgehender Infektionszahlen in den vergangenen Tagen und dem stetigen Anwachsen der vollständig geimpften Personen, besteht nach Ansicht Reuß’ und Wallmanns nun Anlass zur Hoffnung auf einen weitestgehend normalen Sommer. Zugleich mahnen sie der Pressemitteilung zufolge: „Nichtsdestotrotz sollte aber für alle weiterhin Vorsicht und Achtsamkeit gelten, um das Entstehen einer vierten Welle zu verhindern und somit die Erfolge der Schutzmaßnahmen und der Impfung nicht zu gefährden.“

Die sogenannte dritte Welle bei den Ansteckungen durch Corona und die Auswirkungen der Impfungen, mit denen Ende Dezember 2020 begonnen wurde, sind auch in den Statistiken für den Werra-Meißner-Kreis gut erkennbar: Im Dezember wurden 532 Neuinfektionen registriert, im Januar 678 und im Mai noch 344.

Von den 80 Jahre und älteren Menschen infizierten sich im Dezember noch 92, im Januar und im Februar waren es jeweils 40, im März 25, im April 16 und im Mai 10.

Der Höhepunkt bei den Todesfällen war im Januar 2021 mit 50, im Februar starben 8, im März 12 und im April und Mai je 4 Menschen an oder mit Corona.

Im Vergleich mit den Nachbarkreisen schneidet der Werra-Meißner-Kreis bei der Infiziertenrate mit den 3,68 Prozent sehr gut ab. Lediglich im Landkreis Göttingen und im Landkreis Kassel lag die Rate mit 2,47 beziehungsweise 3,46 Prozent niedriger und im Schwalm-Eder-Kreis mit 3,73 Prozent geringfügig darüber. Die thüringischen Nachbarkreise weisen dem Vergleich zufolge hingegen allesamt Raten über 6,2 Prozent auf, wobei der Wartburgkreis mit 6,94 Prozent die höchste Infiziertenrate aufweist.  (sff)

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