Neun Übungseinsätze für Nachwuchs-Brandschützer

Jugendwehr war 24 Stunden lang im Dienst

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Mit Konzentration bei der Sache: Die Kinderfeuerwehr durfte beim 24-Stunden-Dienst auch mitmachen und konnte erste Erfahrungen in der Brandbekämpfung sammeln.

Witzenhausen. Einmal im Jahr findet eine besondere Übung für die Jugendfeuerwehr Witzenhausen statt - mit Übernachtung im Feuerwehrgerätehaus und ganz vielen Erlebnissen.

Beim Wechseln einer Glühbirne kommt es zu einem Unfall. Ein aus der Wand ragendes Kabel führt zu einem Stromschlag. Die Feuerwehr wird alarmiert und rückt aus. Das war nur eines von vielen Szenarien, mit denen die Mädchen und Jungen der Jugendfeuerwehr Witzenhausen beim 24-Stunden-Dienst am Pfingstwochenende konfrontiert wurden.

Die Jugendlichen zwischen zehn und 16 Jahren trafen sich am Freitagnachmittag, ausgerüstet mit Schlafsäcken und Luftmatratzen, mit Jugendwart Albert Hartmann und seiner Stellvertreterin Paula Koch zum extra langen Dienst. 24 Stunden lang mussten die Mädchen und Jungen jederzeit mit einer Alarmierung rechnen.

Es gab einen theoretischen Teil, in dem es um Ausrüstung und Knotenkunde ging, und viele praktische Übungen. Am Freitagnachmittag war auch die Kinderfeuerwehr mit von der Partie und durfte bei verschiedenen Aufgaben mitmachen, ihre eigenen kleinen Übungen bewältigen und erste Löscherfahrungen sammeln. Am Abend wurde gemeinsam gegessen, dann mussten die Jugendlichen auch schon wieder ausrücken. Ein fiktiver Verkehrsunfall mit eingeklemmten und verletzten Personen wartete.

Bei den Übungen unterstützt wurde die Nachwuchsfeuerwehr von den aktiven Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Witzenhausen und der Schnellen Einsatzgruppe vom Deutschen Roten Kreuz Witzenhausen, die auch gleichzeitig für die Bereitstellung der Ersten Hilfe für die Jugendlichen sorgte. „Der 24-Stunden- Dienst ist für die Aktiven und die Jugendlichen eine schöne Gelegenheit, gemeinsam Zeit zu verbringen und dadurch die soziale Gemeinschaft innerhalb der Feuerwehr weiter zu stärken“, sagt Wehrführer Claus Demandt.

Die 16 Jungen und Mädchen konnten viel von ihren erwachsenen Vorbildern lernen und während der Übungen auf deren Wissen und Erfahrung zurückgreifen. Viel Schlaf gab es beim 24-Stunden-Dienst für die Jugendlichen nicht, denn sogar nachts heulten die Sirenen.

Insgesamt neun Übungseinsätze warteten auf die Jungen und Mädchen. Darunter auch eine Eisrettung und ein Waldbrand. Eine zehnte, geplante Übung im Freien musste aufgrund des Wetters ausfallen. Die jugendlichen Brandschützer lernten auch, nach jedem Einsatz Ausrüstung und Fahrzeuge wieder einsatzbereit zu machen, um für den nächsten Notfall gerüstet zu sein. 

Info:Die Jugendfeuerwehr trifft sich donnerstags von 17.30 bis 19 Uhr, die Kinderfeuerwehr alle 14 Tage montags, ebenfalls von 17.30 bis 19 Uhr. Der nächste Dienst findet am 12. Juni statt.

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