Wahl am 24. September in Witzenhausen

Kandidatin zur Bürgermeisterwahl: Heidi Rettberg ist kreative Naturfreundin

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Liebt die Natur: Heidi Rettberg ist viel draußen unterwegs. Über Flora und Fauna, wie hier den Kalkmagerrasen bei Ellerode, liest die Bürgermeister-Kandidatin der Linken am liebsten Fachbücher. 

Ellerode. Lieblingsplatz? Ganz klar, das ist bei Heidi Rettberg die Natur. Hier fühlt sich die 52-Jährige aus Ellerode, die für Die Linke ins Rennen um den Bürgermeister-Posten in Witzenhausen geht, richtig wohl.

Stolz zeigt sie Bilder von Buntspechten und Turmfalken, die sich in ihrem alten, selbst sanierten Haus heimisch fühlen. „Ich liebe die Natur, deswegen tut es mir weh, wenn Leute Raubbau an ihr betreiben“, erklärt sie. Für sie ist es wichtig, möglichst schonend mit der Umwelt umzugehen. „Ich versuche, meinen ökologischen Fußabdruck so zu setzen, dass ich etwas erhalte“, sagt das Mitglied des Naturschutzbeirates.

Daher liest sie zum Entspannen lieber ein Fachbuch statt einen Roman. „Das ist für mich Bildung. Ich will mit meinem Wissensstand vorankommen.“ Das Wissen nutze sie dann für Anträge, etwa in der Stadtverordnetenversammlung oder im Kreistag.

Apropos Buch. Eines hat Heidi Rettberg bereits 2007 selbst geschrieben, illustriert und mit Gedichten versehen: Ein homöopathisches Bilderbuch über die Konstitutionstypen bei Tieren – denn die sind schon lange Wegbegleiter der begeisterten Reiterin, die unter anderem auch schon Hunde, Schlangen und Schildkröten hatte. Das zweite Buch zu diesem Thema ist gerade in Arbeit.

Ihre kreative Ader lebt Heidi Rettberg auch bei den Wahlkampf-Geschenken aus. „Kulis und Bonbons finde ich langweilig“, sagt sie. Daher werden ihre Wahlwerbe-Flyer mit selbst gebastelten Schmetterlings-Klammern zusammengehalten, es gibt selbst gestaltete Ketten und anderen Schmuck. „Das spricht die Leute an und ist persönlicher.“

Zum selbst machen gehört für sie auch, viele Lebensmittel aus dem eigenen Garten zu verwenden. Seien es selbst hergestellte Tees, Äpfel, die zur Lagerung getrocknet werden, oder ein Smoothie aus Kräutern wie Giersch und Löwenzahn. „Ich lebe spartanisch und brauche nicht jeden Tag ein Schnitzel auf dem Teller“, sagt Heidi Rettberg. Wenn sie Lebensmittel dazu kaufe, achte sie auf Qualität.

„Ich möchte das, was zu retten ist, noch retten“, erklärt Heidi Rettberg ihre Motivation, Bürgermeisterin von Witzenhausen werden zu wollen. Zum Beispiel wolle sie dann die geplanten Windräder bei Ziegenhagen verhindern.

Wie hat die Familie auf die Ankündigung reagiert, dass sie kandidieren wird? „Mach mal, Du schaffst das schon“, haben ihre beiden Söhne gesagt, berichtet sie und lacht. Seitdem investiert sie viel Arbeit in den Wahlkampf. „Aber ohne Arbeit geht es nicht“, erklärt die 52-Jährige.

Und wenn es nicht klappt? „Dann habe ich es versucht. Wenn die Bürger mich haben wollen, dann kriegen sie mich.“ Ansonsten bleibe sie eben Stadtverordnete und Kreistagsmitglied.

Die Bürgermeisterwahl findet am Sonntag, 24. September, zusammen mit der Bundestagswahl statt.

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