Heinicke wechselt nach Herleshausen – Abschiedsgottesdienst

Witzenhausen verliert erneut eine Pfarrstelle

Dekanin Ulrike Laakmann ist nach einem Unfall zurzeit gehandicapt, Pfarrer Henrik Heinicke musste sie vom Rollstuhl aus Lebewohl sagen.
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Verabschiedung: Dekanin Ulrike Laakmann ist nach einem Unfall zurzeit gehandicapt, Pfarrer Henrik Heinicke musste sie vom Rollstuhl aus Lebewohl sagen.

Mit dem Weggang von Pfarrer Henrik Heinicke (29) verliert Witzenhausen die dritte Pfarrstelle – eine Zäsur für die Kernstadt-Gemeinde.

Witzenhausen - Heinicke wechselt in die vakante Pfarrstelle in Herleshausen ganz im Süden des Kirchenkreises Werra-Meißner. Der Geistliche wurde am Sonntag mit einem Gottesdienst im Freien verabschiedet.

Dekanin Ulrike Laakmann bestätigte, dass die Pfarrstelle in der Werrastadt nicht mehr besetzt wird – Folge des Pfarrstellenanpassungsgesetzes, das vor einem Jahr von den Gremien verabschiedet worden war. Den Dienst im Stadtgebiet teilen sich fortan Pfarrerin Kerstin Ortmann und Pfarrer Frieder Brack. Ortmann übernimmt ab 1. September auch noch die Gemeinden in Werleshausen und Neuseesen. Denn Pfarrer Martin Laakmann geht in den Ruhestand.

Die Dekanin hat zwar einen Predigtauftrag für Witzenhausen, wird aber nicht als Gemeindepfarrerin aktiv. Mit der neuen Situation, so Ulrike Laakmann im Gottesdienst am Sonntag, greife die Pfarrstellenstrukturreform im Nordkreis.

Pfarrer Henrik Heinicke war vor einem Jahr von der hannoverschen Landeskirche in die Landeskirche von Kurhessen-Waldeck gewechselt. Heinicke stammt aus Lehrte bei Hannover. Den Abschiedsgottesdienst erlebe er mit einem lachenden und einem weinenden Auge, denn aus der kurzen Zeit nehme er viele schöne Eindrücke mit. Und, so Dekanin Laakmann, er habe gut in das Witzenhäuser Team gepasst. Er möge sich sein heiteres Temperament bewahren, wünschte sie. Heinicke verstand sich als Begleiter in Freud und Leid, wie er bei seinem Amtsantritt sagte. In seiner letzten Predigt rief er dazu auf, in den Menschen nicht Freund oder Feind, sondern den Nächsten zu sehen. „Wir wollen in Frieden und in Liebe leben“, sagte der Pfarrer. Heinicke erinnert sich gern an einen Olivenhain, den er in Israel sah – seitdem ist der Olivenbaum für ihn Zeichen des Friedens und der Hoffnung.

Kirchenmusikalisch souverän umrahmt wurde der Gottesdienst von Johanna Neß als Solistin und Bezirkskantor Christoph Weik. Dafür gab es herzlichen Schlussbeifall.

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