Aktion mit dem Naturkindergarten Oberrieden

Förster räumen für Kinder in Bad Sooden-Allendorf den Wald auf

Ein Teil der Kinder mit Forstwirt Alfred Dettennach nach dem Fällen des Kiefernstammes, auf dem sie ihre „Trophäe“ in den Himmel recken.
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Eine Baumscheibe als Souvenir: Ein Teil der Kinder mit Forstwirt Alfred Dettennach nach dem Fällen des Kiefernstammes, auf dem sie ihre „Trophäe“ in den Himmel recken.

Damit die Jungen und Mädchen bei ihren Aktivitäten im Wald nicht von abbrechenden Ästen oder anderem Totholz getroffen und möglicherweise schwer verletzt werden, haben Forstleute damit begonnen, abgestorbene Bäume beim Naturkindergarten im Bad Sooden-Allendorfer Stadtteil Oberrieden zu fällen.

Oberrieden – Von der Hitze und Trockenheit der vergangenen drei Jahre sei auch der Baumbestand in der Nähe der Kita nicht verschont geblieben, sagte Johannes Thomas, Revierförster des 2000 Hektar großen Stadtwaldes Bad Sooden-Allendorf. Er schickte am Donnerstag und Freitag „seine“ Forstwirte Bernd (62) und Edgar Frommer (61) sowie Alfred Dettennach (58) in den Wald, um unter den Augen von 14 drei- bis sechsjährigen Kindern zunächst einer 15 Meter hohen Kiefer mit der Kettensäge zu Leibe zu rücken.

Rund zehn abgestorbene Bäume, darunter auch Fichten und Buchen, hatten Thomas und Forstwirtschaftsmeister Ron Grebenstein zuvor in jenem Bereich markiert, in dem sich die Kinder mit ihren Erzieherinnen zum Spielen oder zu naturkundlichen Wanderungen aufhalten dürfen.

Von dem Kiefernstamm mit einem Durchmesser von gut 20 Zentimetern durfte jedes Kind eine Baumscheibe mit nach Hause nehmen – ein Souvenir, das möglicherweise als Frühstücksbrettchen Verwendung findet.

Vor der Baumfällaktion hatten die Forstwirte – Thomas: „Die machen eine ganz tolle Arbeit“ – den Kindern ihre umfangreiche Schutzausrüstung erklärt, zu der ein Helm mit Visier, Schuhe mit Stahlkappen und eine Hose gehören, die durch ein besonderes Innengewebe so ausgestattet ist, dass die laufende Kettensäge sofort stoppt, sobald die scharfen Zähne mit dem Hosenbein in Berührung kommen.

Um das Schwert der Säge, so hörten die erstaunten Kinder, drehe sich die Kette immerhin so schnell, „wie ein Pkw auf der Autobahn fährt“. (zcc)

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