Herbstprogramm für Kinder

Kinder entdecken bei der Ferien-Uni das Tropengewächshaus Witzenhausen

Ute Dietrich zeigt Kindern in einem Sitzkreis Fotos
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Leben im Regenwald: Anhand aktueller Bildern der brasilianischen Stämme Awá und Kayapo verdeutlichte Museumsbetreuerin Ute Dietrich (rechts) den Teilnehmern der Ferien-Kinder-Uni, wie das Leben im Regenwald abläuft.

Der Regenwald mit seinen ganz unterschiedlichen Facetten und Betrachtungsweisen war Thema im Herbstprogramm der Ferien-Kinder-Uni im Tropengewächshaus Witzenhausen. Bereits am ersten Tag starteten die Kinder hier ihre Forschungsreise und nahmen die Pflanzen des tropischen Regenwaldes etwas genauer unter die Lupe.

Dabei beleuchteten sie auch das im Gewächshaus vorherrschende feuchtwarme Klima und bauten sich in einem mit Wasser, Kiesel, Erde und Pflanzen gefüllten Gurkenglas ihr eigenes Regenwaldklimamodell. „Durch das verschlossene Glas setzt sich die Feuchtigkeit im oberen Bereich ab und fällt dann als Tropfen wieder zur Erde zurück“, erklärte Kursleiterin Ines Fehrmann den Kindern.

Ausflug ins Völkerkundemuseum

Aber auch die Bewohner des Regenwaldes und ihre Sitten sollten die Kinder kennenlernen. Hierzu gingen die Kinder ins benachbarte Völkerkundemuseum, wo Museumsbetreuerin Ute Dietrich mit ihnen eine kleine Reise zu den Menschen im Regenwald unternahm. Zunächst durften die Kinder im ganzen Museum nach Gegenständen suchen, die früher zu den Menschen im Regenwald gehörten.

Während Hannah und Bitanya ein großes Elefantenkopf-Skelett ausmachten, hatte Malil Mörser und Holzschalen zur Speisenzubereitung sowie die Masken einiger afrikanischer Bewohner ausgemacht.

Wissen über Regenwaldbewohner

Auch durfte Jomo mal einen großen Transportkorb der brasilianischen Regenwaldbewohner tragen, wo der Transportgurt über die Stirn gelegt wird. Während Dietrich den Kindern die Gewohnheiten der Regenwaldbewohner anhand einiger Exponate erklärte, ging sie zum Schluss mit aktuellen Fotos auf zwei Stämme im brasilianischen Regenwald ein.

So leben die Awá im östlichen Amazonasgebiet noch ganz traditionell, jagen mit Pfeil und Bogen und fangen mit Holzkanus die Fische für ihre Mahlzeit. Die Kayapo hingegen leben etwas fortschrittlicher und bauen ihre Nahrungsmittel an.

Selbstgemachter Schmuck

„Mit moderner Technik und Social Media haben sie Kontakt zur brasilianischen Weltbevölkerung aufgenommen, um auf die Problematiken der indigenen Völker und des Regenwaldes aufmerksam zu machen“, erklärte Dietrich. Wieder im Gewächshaus angekommen, bastelten sich die Kinder aus Bohnensamen und zerschnittenen Kokosnussschalen einen kleinen Talisman-Anhänger oder eine Kette. Und so war die Ferien-Uni für die Kinder wieder eine spannende Reise in eine vorher unbekannte Welt.

Von Hartmut Neugebauer

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