Musical

Kinder singen „Little Loui“: Chor in Bad Sooden-Allendorf auf den Spuren Beethovens

Fiebern ihrem Musical-Auftritt entgegen: Jolanda (8, vorn, von links), Johan (7), Josh (10) und Rieke (8); dahinter Pfarrer Hubertus Spill (von links), Milena Vaupel-Kenter, Heike Baucks, Silvia Börner und Kevin Wilke.
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Fiebern ihrem Musical-Auftritt entgegen: Jolanda (8, vorn, von links), Johan (7), Josh (10) und Rieke (8); dahinter Pfarrer Hubertus Spill (von links), Milena Vaupel-Kenter, Heike Baucks, Silvia Börner und Kevin Wilke.

Was haben zwei außerirdische Mäuse mit Ludwig van Beethoven zu tun? Die Antwort gibt das Kinder-Musical „Little Loui und die Mäusebande“, das in Bad Sooden-Allendorf entsteht.

Bad Sooden-Allendorf – Eigentlich hätte die Uraufführung schon im März vergangenen Jahres stattfinden sollen. Aber dann kam Corona, und nichts wurde aus der Huldigung Beethovens zu dessen 250. Geburtstag. Jetzt gibt es einen zweiten Anlauf zu dem ersten gemeinsamen Musical-Projekt der beiden evangelischen Kirchengemeinden in Sooden und Allendorf. Der dadurch entstandene Chor heißt „The new Spirit“. Und diesen neuen Geist wollen die Kinder durch die Kurstadt wehen lassen.

Bis es soweit ist, sind aber noch knapp 20 Proben angesagt, was auch daran liegt, dass einige der Kinder, die anfangs dabei waren, es jetzt nicht mehr sind. Die Folge: Das dezimierte Ensemble muss durch frische Kräfte ergänzt werden. Für die sieben Haupt- und fünf Nebenrollen werden sangesfreudige Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren gesucht.

Für „Little Loui und die Mäusebande“ hat Milena Vaupel-Kenter das Drehbuch geschrieben. „Little Loui“ gibt den Hinweis auf die Kindheitstage Ludwig van Beethovens. Dessen 5. Sinfonie, eines der populärsten Stücke der klassischen Musik, spüren zwei außerirdische Mäuse auf. Die sind im Weltall unterwegs auf der Suche nach neuem Leben, als ihnen in einer Raumsonde eine Goldene Schallplatte mit der Melodie der Schicksalssinfonie in die Hände fällt. Bei ihren Artgenossen auf der Erde begeben sie sich auf die Suche nach der Urheberschaft und verfolgen Beethovens Leben in mehreren Etappen.

Bekannte Lieder hat Vaupel-Kenter umgetextet und eigene hinzugefügt, in den Stilrichtungen Blues und Rap. Für die Chorproben, die mit Ausnahme der Schulferien ab 29. September jeden Mittwoch um 15.30 Uhr im Gemeindehaus am Allendorfer Kirchplatz beginnen, konnte als Stimmbildnerin die diplomierte Gesangspädagogin Elena Göllner gewonnen werden. Das mit gut 11 000 Euro nicht ganz billige Projekt fördert der Bundesmusikverband für Chor und Orchester mit 9400 Euro. Weitere Zuschüsse im dreistelligen Bereich sicherten Silvia Börner für den örtlichen Sozialkreis und Kevin Wilke für die Sparkasse Werra-Meißner zu.

„Das zeigt, wie wunderbar sich Schwerpunkte unserer kirchlichen Arbeit vor Ort entfalten und immer mehr auch über die Grenzen der Stadt hinaus wahrgenommen werden“, sagt dazu Pfarrer Hubertus Spill. (zcc)

Kontakt: Milena Vaupel-Kenter, Tel. 0 56 52/91 95 55

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